Turbulente Schlussminuten: Crimmitschau verliert gegen die DEG

Trotz Comeback von Biggins: DEG-Sonderzug entführt die Punkte

Crimmitschau/Düsseldorf

Die Eispiraten Crimmitschau mussten sich am Kids-Club-Spieltag vor 3.708 Zuschauern im Sahnpark der Düsseldorfer EG mit 3:5 geschlagen geben. Trotz einer engagierten Leistung und einer zwischenzeitlichen Führung blieben die Westsachsen an diesem Wochenende ohne Punkte gegen die effizienten Rheinländer, die von zahlreichen mitgereisten Fans im Sonderzug unterstützt wurden.

Ausgeglichener Beginn und Comeback

Nach zweimonatiger Verletzungspause kehrte Nikolas Biggins in das Team von Trainer Jussi Tuores zurück und ersetzte den angeschlagenen Robin Věber. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie. Während Crimmitschau durch Till Michel und Louis Brune zu guten Gelegenheiten kam, zeigten sich beide Torhüter, Kevin Reich aufseiten der Eispiraten und Ryan Bednard für die DEG, fehlerfrei und hielten das Unentschieden bis zur ersten Pause fest.

Traumstart und kalte Dusche im Mitteldrittel

Das zweite Drittel begann für die Hausherren optimal: Nur 37 Sekunden nach dem Wiederanpfiff nutzte Dylan Wruck eine Überzahlsituation zum 1:0 (21.). In der Folge dominierten die Eispiraten und erspielten sich durch Corey Mackin, Gregory Kreutzer und Ladislav Zikmund hochkarätige Chancen, verpassten es jedoch, die Führung auszubauen. Dies rächte sich in der 34. Minute, als Kevin Orendorz mit einem präzisen Schuss in den Winkel den 1:1-Ausgleich markierte.

Vorentscheidung durch Ex-Eispirat

Im Schlussabschnitt blieb die Begegnung lange offen, bis die Gäste in der 52. Minute eine Überzahl nutzten. Ausgerechnet der ehemalige Crimmitschauer Max Balinson traf zur 1:2-Führung für Düsseldorf. Die Eispiraten antworteten mit wütenden Angriffen, doch Tim McGauley scheiterte mit einem Rebound am starken Bednard. Mit zunehmender Spieldauer wich die Spielfreude der Westsachsen einer spürbaren Verunsicherung.

Wahnsinn in der Schlussphase

Die letzten zwei Spielminuten entwickelten sich zu einem regelrechten Schlagabtausch mit fünf Treffern. Zunächst erhöhten Erik Brown (59.) und Ture Linden jeweils per Empty-Net-Treffer auf 1:3 und 1:4, nachdem Jussi Tuores seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen hatte.

Zwar verkürzte Denis Shevyrin nach einer Einzelaktion noch einmal auf 2:4, doch Erik Bradford stellte direkt nach einem Bully mit dem 2:5 (60.) ins erneut leere Tor die endgültige Entscheidung her. Den Schlusspunkt setzte Sebastian Streu fünf Sekunden vor dem Ende in doppelter Überzahl zum 3:5-Endstand.

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