Übung macht den Meister: Krisenplanung für den Notfall

Prävention notwendig und enorm wichtig für jedes Unternehmen

Zwickau

Eine Krise kann jeden treffen und meist kommt eine solche Situation unerwartet und zum falschen Zeitpunkt.

Krisenfall mit Plan

In der Sparkasse Zwickau gibt es konkrete Pläne für den Krisenfall und regelmäßige Übungsszenarien.

Notfallbeauftragte mit Erfahrung

Kerstin Dauck, Notfallbeauftragte seit 2005, weiß genau: „Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht, weil jede Situation anders ist und von dem abweicht, was wir gedacht haben und auf was wir vorbereitet sind. Früher hatten wir ein Notfallhandbuch mit drei Seiten, jetzt ist es ein ganzer Ordner.“

Übung macht den Meister

Bei der Krisenkommunikation gilt das Sprichwort Übung macht den Meister. Zuletzt hat es fürs Krisenteam ein Übungsszenarium zum Thema Cyberangriff gegeben. „Das war eine spannende Sache“, so Dauck.

Schwachstellen sichtbar machen Und Grit Joseph, Mitglied des Vorstandes fügt hinzu: „Wir haben dabei einiges aufgedeckt, wo wir nachjustieren müssen.“

Prävention als Pflicht

Mal abgesehen von gesetzlichen Vorschriften, sei Prävention notwendig und enorm wichtig für jedes Unternehmen, so Joseph: „Speziell eine Bank trägt viel Verantwortung für ihre Kunden.“

Schulung für Mitarbeiter und Kunden

Ende des Montas wird es in der Sparkasse Zwickau eine Schulung für alle Mitarbeiter geben, was Cybersicherheit angeht und auch Kunden sind am 30. September zu einer Veranstaltung zum Thema eingeladen. Los geht‘s 18 Uhr im Haus der Sparkasse. Man wolle sensibilisieren, so Joseph: „Im Fall der Fälle braucht es erfahrene Menschen, die dann die richtigen Entscheidungen treffen.“

Blick in die Zukunft

Mit Blick in die Zukunft sagt Joseph: „Die ganze KI-Welle, die noch auf uns zurollt, wird herausfordernd und spannend für uns.“

Beim 10. Pressefrühstück stand heute das Thema Krise, Krisenkommunikation und der Austausch unter den Einrichtungen im Fokus.

Perspektive der Feuerwehr

Brandamtsrat Heiko Kluß ist Abteilungsleiter Vorbeugende Gefahrenabwehr bei der Berufsfeuerwehr Zwickau und hat aus Sicht der Feuerwehr ein paar Worte verloren. Kluß spricht ungern von Krisen: „Vielmehr sind es außergewöhnliche Einsatzlagen und Situationen. Egal welches Unternehmen oder Einrichtung, die Grundlagen sind die gleichen. Aber natürlich muss man sich in jedem Bereich vor Augen führen, was sind die Szenarien, die eintreten können. Das sind bei der Sparkasse völlig andere als bei der Feuerwehr oder im Museumsbereich. Man muss sich darauf vorbereiten.“

Wichtige Punkte

Wichtige Punkte sind: Risikoanalyse und Früherkennung, Organisation und Verantwortlichkeiten, Notfallpläne schreiben und dabei schauen, welche Prozesse müssen weiter laufen und welche kann man einstellen. Hinzu kommt die Planung der Kommunikation intern und extern, Training und Übungen, das Gewährleisten der finanziellen und personellen Absicherung und das Betrachten der rechtlichen, regulatorischen Aspekte. Die Prozesse gilt es in einer Regelmäßigkeit zu überwachen und eventuell anzupassen, so Kluß

(rsw)

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