Viele Ex-Grand-Prix-Piloten peppen die Euro Moto in Most auf

Grenznahe Rennstrecke lockt am kommenden Wochenende mit der deutschen Motorrad-Rennserie

Hohenstein-Ernstthal

Im ersten Halbjahr 2026 kommen auch zahlreiche sächsische Motorradsport-Fans in Tschechien voll und ganz auf ihre Kosten. Im Mai machte die Superbike-Weltmeisterschaft WorldSBK mit weiteren WM-Klassen im nordböhmischen Most Station, am vergangenen Wochenende war das Automotodrom Brno Schauplatz des neunten Motorrad Grand Prix des Jahres.

Dazwischen ging es am letzten Mai-Wochenende ebenda ein bisschen beschaulicher zu, als die IDM-Nachfolgeserie Euro Moto nahe der südmährischen Metropole Station machte. Am kommenden Wochenende bestreitet die Euro Moto mit etlichen sächsischen Fahrern und deutschen Stars ihr nächstes Rennen in der Tschechischen Republik, diesmal im Autodrom Most. Es wird der dritte Saisonlauf der wichtigsten deutschen Motorradrennserie sein.

Der Anfang wurde am zweiten Mai-Wochenende auf dem Sachsenring gemacht. Wem von den sächsischen IDM-, sorry Euro-Moto-Fans der Weg nach Brno oder zu den weiteren Austragungsorten zu weit war bzw. ist, hat nun vom 26. bis 28. Juni im grenznahen Most eine erstklassige Gelegenheit, die Fahrer der Region zu unterstützen und etliche Ex-Grand-Prix-Piloten zu treffen.

Drei Ex-WM-Piloten kämpfen um den Euro-Moto-Superbike-Titel

Doch nicht nur diese, denn in der deutschen Serie mit internationalem Touch kann es gut zum Wiedersehen mit international anerkannten Top-Fahrern kommen. Im Aushängeschild der Serie, der Klasse Euro Moto Superbike, führt aktuell der Ex-Moto2-Europameister und ehemalige Moto2-WM-Pilot Lukas Tulovic die Tabelle an.

Ihm folgen mit dem jahrelangen Moto2- und Supersport-WM-Piloten Marcel Schrötter und dem vierfachen IDM-Champion sowie Superbike-WM-Fahrer Markus Reiterberger zwei absolute Publikumslieblinge.

Im Vorderfeld, derzeit auf Rang fünf, hat sich der Arnsdorfer Kevin Orgis etabliert, der sich für sein Semi-Heimrennen entsprechend viel vorgenommen hat. Der Krostitzer Toni Finsterbusch ist als Vorjahres-IDM-Vierter aktuell nur Tabellenachter und Kein Orgis´ eineinhalb Jahre jüngerer Bruder Leon hat als 13. ebenfalls noch bisher verlorenen Boden aufzuholen.

Sachsen mit guten Aussichten auf Podestplätze

Ebenfalls drei Sachsen sind in der Euro Moto Supersport aktiv, und das ziemlich erfolgreich. Nach bislang zwei mal zwei identischen Zieleinläufen und dabei in Summe vier dritten Plätzen hinter dem Polen Daniel Blin und Dirk Geiger aus Mannheim reist der Dresdner Lennox Lehmann nach Most. Nur eine Position hinter ihm lechzt Marvin Siebdrath aus Wildenfels nach seinem ersten Saisonpodest.

Die dritte sächsische Kraft ist in der „Mittelklasse“ der Euro Moto ist der Lunzenauer Freddie Heinrich, wobei er zuletzt in Brno nach einem Sturz im Training zu den Rennen nicht antreten konnte.

Die mutmaßlich stärkste Konkurrenz dürfte den Euro-Moto-Supersport-Piloten in Gestalt des Gaststarters Jonas Folger erwachsen. Der Ex-MotoGP-Pilot ist Testfahrer für KTM und bereitet den Einstieg der Österreicher in die Supersport-Weltmeisterschaft 2027 mit dem Modell 990 RC R vor. An diesem Wochenende setzt er in Most die Entwicklung des Motorrades unter Rennbedingungen fort.

In der Klasse Euro Moto Sportbike ist Marvin Siebdraths deutlich jüngerer Bruder Mika der einzige sächsische Vertreter. Als Tabellenfünfter machte der Klassenneuling bisher eine gute Figur.

Neben den drei Meisterschaftsklassen sind in Most noch der Pro Superstock 1000 Cup mit dem Gesamtführenden Paul Fröde aus Hohenstein-Ernstthal, der Twin Cup, der Kawasaki ZX-4RR Cup und der Kawasaki ZX-6R Cup am Start.

Volles Programm mit zwei Rennen der sieben Klassen

Das Programm auf der 4,212 Kilometer langen Rennstrecke in Most mit zwölf Rechts- und neun Linkskurven sowie der gelungenen Kombination aus schnellen und langsameren Abschnitten beginnt am Freitag, dem 26. Juni, ab 9 Uhr mit den Trainings aller sich regelmäßig abwechselnden Klassen.

Der Samstag (27.6.) ist wieder ein Mix aus Training und Rennen, denn nach den weiteren erneut 9:00 Uhr beginnenden Qualifyings wird ab 14.30 Uhr in den Rennmodus umgeschaltet. Dann werden sechs der sieben im Programm befindlichen Klassen ihre ersten von zwei Rennen des Wochenendes austragen. Die Ausnahme ist dabei die Euro Moto Superbike, die am Haupttag Sonntag zwei Mal im Rennbetrieb ran darf.

Der Sonntag beginnt nämlich mit den sportlich bedeutungslosen, aber für die letzten Einstellungen an den Bikes wichtigen Warm-up-Trainings ab wiederum 9 Uhr. Das erste Rennen wird 10.15 Uhr und das letzte des Wochenendes 16 Uhr gestartet.

Der Eintritt kostet für Vollzahler für das gesamte Wochenende 55 Euro pro Person, der Samstag allein 30 Euro und der Sonntag allein 40 Euro.

Ermäßigungsberechtigte Besucher und Begleitpersonen von Schwerbehinderten zahlen die Hälfte. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt.

Weitere Infos auf der Website.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich