Was den Kapitän des FSV-Zwickau mit Ex-Star Ronaldinho verbindet

Andrej Startsev blickt auf den Beginn seiner Karriere zurück

Zwickau

Wenn der FSV-Zwickau am Samstag beim SV Babelsberg 03 (Anpfiff 14 Uhr Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam) aufläuft, geht es für die Westsachsen in der Fußball-Regionalliga Nordost um weit mehr als nur um drei Punkte.

Team von Rico Schmitt strebt nach Rehabilitation

Vielmehr besitzt das Team von Cheftrainer Rico Schmitt zugleich den klaren Auftrag, sich für den blamablen und blutleeren Auftritt in Eilenburg (0:3) zu rehabilitieren. Andrej Startsev kündigte im Vorfeld eine klare Reaktion der Mannschaft an. „Wir müssen laufen, beißen, kämpfen, wieder eine Einheit bilden und das Gesicht des Vorjahres zeigen“, meint der Kapitän des Regionalligisten.

Alles begann in Hannover

Sowohl Zwickau als auch Babelsberg haben nach zwei Spieltagen jeweils einen Zähler auf dem Konto. Bei der Mission „Auswärtsdreier“ sind die Regie- Qualitäten von Startsev, der aus Kasachstan stammt, auf jeden Fall gefragt. Er kam 1999 als Fünfjähriger nach Deutschland und begann in Hannover mit dem Fußball spielen. Später wurde der Mittelfeldakteur in der Nachwuchsabteilung des FC St. Pauli ausgebildet. Dort spielte der 31-Jährige auch im Männerbereich, trug danach unter anderem auch die Trikots von Energie Cottbus, des VfL Oldenburg und des FC Rot-Weiß Erfurt.

Startsev lobt Infrastruktur

Im Sommer 2024 kam Startsev nach Zwickau. und hat sich längst eingelebt. „Hier herrschen für uns Fußballer sehr gute Bedingungen. Die Fans lieben den Fußball, die Infrastruktur ist hervorragend ausgebaut. Ich fühle mich sehr wohl“, verrät der Kicker. Die FSV-Mannschaft zeichne sich durch ihren Zusammenhalt aus. „Das müssen wir jetzt auch wieder auf dem Platz zeigen“, ist ihm klar. Auch in seiern Freizeit drehe sich bei Startsev sehr viel um Sport. So steht der Zwickauer Fußballer zum Beispiel gern auf dem Tennisplatz und will dabei immer gewinnen.

Vorbild Ronaldinho

Seit seiner Kinderzeit schwärmt Startsev für den brasilianischen Kicker Ronaldinho. Der Star wurde unter anderem 2002 mit der Nationalmannschaft Brasiliens Weltmeister und 2006 mit dem FC Barcelona Champions-League-Sieger. „Das hat sich damals herausgebildet, als ich mit den Kumpels auf dem Bolzplatz unterwegs war. Noch jetzt ist er für mich ein Vorbild“, erinnert sich der Kasache. Im internationalen Fußball gehören seine Sympathien vor allem dem FC Barcelona und Paris Saint-German.

FSV Zwickau in Potsdam ohne diese zwei Spieler

Doch das spielt am Samstag in Potsdam-Babelsberg keine Rolle. Denn dann muss der FSV Zwickau Farbe bekennen. In der Filmstadt fehlt beim FSV Lucas Albert wegen einer Handverletzung. Auch Torjäger Marc-Philipp Zimmermann wird nicht mit im Mannschaftsbus sitzen. Er muss aus beruflichen Gründen aussetzen.

Schuldenstand sinkt

Aus finanzieller Sicht gibt es beim FSV-Zwickau gute Nachrichten zu verkünden. Denn der Schuldenstand des Traditionsvereins ist mit 975.000 Euro unter eine Million Euro gesunken. In der jüngsten Vergangenheit gelang es unter größten Anstrengungen, rund 2 Millionen Verbindlichkeiten abzubauen. Doch noch sei es ein langer Weg. „Der laufende Konsolidierungskurs – inzwischen im dritten Jahr – wird daher konsequent und mit Demut fortgesetzt. Wir mahnen auch weiterhin zur Besonnenheit und warnen eindringlich vor Größenwahn!“ so Geschäftsführer André Beuchold.

Leihe nach Glauchau

Zudem hat der FSV-Zwickau eine Personalentscheidung getroffen und den Vertrag mit Randolf Riesen vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2027 verlängert, den Mittelfeldspieler aber für die kommende Saison an den VfB Empor Glauchau verliehen. Ziel der Leihe sei es, dass der gebürtige Chemnitzer beim Oberliga-Aufsteiger Spielpraxis sammeln kann. Riesen war im August 2025 vom Chemnitzer FC nach Zwickau gewechselt

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