„Wenn die Mutti sagt, lass uns in den Baumarkt gehen“: Rico Schmitt zieht besonderes Fazit nach erstem Heimspiel im neuen Jahr

Zwickauer Chefcoach freut sich über Heimkulisse

Zwickau

Cemal Sezer kam beim Versuch, das Endergebnis zwischen dem FSV Zwickau und der VSG Altglienicke zu analysieren, schließlich auf einen salomonischen Satz : „Über das 2:2 können sich beide Seiten nicht beschweren“, meinte der FSV - Kicker, der am vergangenen Freitag seinen 30. Geburtstag gefeiert hatte.

„Es war ein ruhiger ,Dreißigster‘, vielmehr stand zum Beispiel das Abschlusstraining auf dem Plan“, meinte der gebürtige Lübecker, der sein Team zwischenzeitlich mit 1:0 in Front gebracht hatte.

Kein Vorwurf an „Hieme“

Auch wenn beim 2:2 - Ausgleich der Zwickauer Torwart Lucas Hiemann vier Minuten vor dem Abpfiff keine gute Figur abgab, wollte er seinem Keeper keine Schuld zuweisen.

„Hieme hat uns schon so oft den Arsch gerettet und so viele Punkte festgehalten. Fehler sind menschlich“, schätzte der Offensivakteur nach dem Punktspiel der Fußball-Regionalliga Nordost treffend ein.

Zwei Tore müssen reichen

Ganz so entspannt sah Maximilian Somnitz, der in der 81. Minute für die Gastgeber das 2:1 besorgt hatte, die Punkteteilung nicht. „Zwei geschossene Tore müssen auch mal reichen. Da sind wir auch hinten gefragt. Wir haben auf jeden Fall Mentalität gezeigt“, sagte der Kicker, der sich aber auch selbst in die Verantwortung nahm.

Denn durch sein Foul bekamen die Gäste einen Strafstoß zugesprochen, den Jonas Nietfeld zu Beginn der zweiten Hälfte sicher zum 1:1 verwandelte. „Das darf mir nicht passieren, dass nehme ich auf meine Kappe“, sagte der 22-Jährige. Im ersten Durchgang hatten die Westsachsen weitere Chancen zu erhöhen.

Lob an das Team

FSV- Chefcoach Rico Schmitt lobte nach der 0:4-Klatsche in Meuselwitz seine Männer. Die erste Halbzeit sei gegen die VSG top gewesen.

„Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben verdient geführt und sehr viel in das Spiel investiert. Das kostete Kraft und Körner. Das uns für die zweite Halbzeit ein Stück die Ressourcen genommen. Man muss aber auch sagen, dass Altglienicke eine hervorragende Fußballmannschaft ist“, meinte Coach, der sich über die 3.500 Fans freute.

Auf zum Baumarkt

„Ich möchte mich bei den Zuschauern bedanken. An einem Tag, an dem die Sonne herauskommt und die Mutti sagt, lass uns in den Baumarkt gehen und danach meint, wir müssten mal die Bäume und Hecke verschneiden, sind die Fans ins Stadion gekommen. Das ist ganz stark“, sagte der Fußball-Lehrer.

Bereits am Dienstag geht es zu Hause ab 19 Uhr mit dem Nachholer gegen den SV Babelsberg weiter.

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