Wenn Tiere unsere Wahrheit zeigen und Heilung woanders beginnt: Über eine langjährige Tierärztin aus der Region Zwickau

Reportage über Wilma Staffa, die kranke Tiere heilt: Ein Labrador mit Ohrenentzündung zeigt, wie eng die Verbindung zwischen Tier und Mensch ist. Warum emotionale Themen oft der Schlüssel zur Heilung sind

Callenberg

Wilma Staffa war über 20 Jahre Tierärztin mit eigener Praxis. Doch eine Frage ließ sie nicht mehr los: "Warum ist das Tier überhaupt krank geworden?"  Heute arbeitet sie energetisch - mit Tier und Mensch gemeinsam. Denn sie ist überzeugt: Tiere spiegeln, was beim Menschen ungelöst geblieben ist. Diese dreiteilige Porträtreihe erzählt von einem radikalen Wandel, tiefen Erkenntnissen - und davon, wie Tiere zu Impulsgebern für echte Veränderung werden.

Wie emotionale Themen unsere Gesundheit beeinflussen

In Teil 1 der Reportage erzählt Wilma Staffa von einem bewegenden Fall: Ein Labrador mit Ohrenentzündung zeigt, wie tief die Verbindung zwischen Mensch und Tier geht. Wie emotionale Themen die Gesundheit beeinflussen - und was wirkliche Heilung bedeutet.

Teil 1: Eine Kindheit zwischen Tierliebe und Medizin

Wilma Staffa wuchs mit Tieren auf - auf dem bäuerlichen Hof ihres Großvaters, umgeben von Hunden, Katzen, Pferden, Kaninchen, Hühnern, Ziegen, Schafen, Schweinen und Kühen.

"Ich wuchs in einer großen Familie neben Katzen, Hunden, Pferden, Kaninchen, Hühnern, Ziegen, Schafen, Schweinen und Kühen auf dem bäuerlichen Hof meines Großvaters auf."

Schon früh fühlte sie sich mit Tieren und der Natur verbunden. "Frühzeitig fühlte ich mich mit Pflanzen und Tieren verbunden und war gern in der Natur." Ein prägendes Erlebnis hatte sie mit einem verletzten Rotkehlchen: "Ein am Flügel verletztes Rotkehlchen, das ich auf einem Weg im Wald gefunden hatte, nahm ich als Schulkind zu mir. Es flog kurze Strecken bis an sein Lebensende durch mein Kinderzimmer."

Als Tochter eines mit ganzem Herzen praktizierenden Tierarztes kam sie früh mit Medizin in Berührung und begleitete ihren Vater auf Hausbesuchen. "Mich interessierten Leben, Gesundheit, Krankheit und Heilung außergewöhnlich stark."

Von der Kinderkrankenschwester zur Tierärztin

Nach einer Ausbildung und Tätigkeit als Kinderkrankenschwester entschloss sich Wilma Staffa für ein Studium der Tiermedizin.

"Ich war beeindruckt von der Medizin und wollte tiefer in das Wesen von Krankheit und Gesundheit eintauchen."

Nach dem Studium übernahm sie schrittweise die Praxis ihres Vaters, spezialisierte sich weiter. "Doch meine Verbundenheit zielte zunehmend auf das Tier, das eng beim Mensch lebt und mit ihm seelisch verbunden ist."

Wenn Symptome nicht die ganze Geschichte erzählen

Wilma erkannte, dass klassische Medizin oft schnell hilft - aber nicht immer wirklich heilt. "Ich erkannte in meiner freien tierärztlichen Tätigkeit, dass Symptome schnell mit Pharmazeutika beseitigt werden oder Tumoren mit einer Operation entfernt werden können. Doch ist dies Heilung?" Diese Frage ließ sie nicht mehr los.

"In der Praxis habe ich mich immer wieder gefragt: Warum ist das Tier auf dem Behandlungstisch?"

Und so war dann eine rein symptomatische Behandlung nicht mehr herzerfüllend für mich. Ich möchte an die tiefe Ursache." Ihre Vision war von Anfang an klar: "Meine Vision war heilen. Heilen heißt ganz werden."

Der innere Bruch - und der Aufbruch

2018 entschied sie sich für einen radikalen Schritt: Sie verkaufte ihre Praxis. "Zunehmend trennte ich mich komplett von der Schulmedizin, verkaufte vor 7 Jahren meine Praxis." Ein Mittelweg kam für sie nicht infrage:

"Ein Spagat zwischen Schulmedizin und ganzheitlicher Arbeit ist für mich nicht möglich."

Sie begann ein Studium der Spiritualität an der Maharshi-Universität in Indien und ließ sich später zur ganzheitlichen Geistheilerin ausbilden. "Da mein Ziel die ganzheitliche, ursächliche Heilung der Tiere ist, begann ich online mit dem Studium der Spiritualität an der Maharshi Universität in Indien."

Ein Beispiel, das bewegt

Ein Fall, der sie besonders geprägt hat, war der eines Labradors mit einer hartnäckigen, linksseitigen Ohrenentzündung. "Die Tierhalterin hatte immer wieder Tierärzte aufgesucht, Medikamente erhalten, und es besserte sich auch - aber nur kurzzeitig." Wilma fragte gezielt: "Was haben Sie für ein Problem mit ihrer Mutter?" Die Frau antwortete: "Meine Mutter hat ein Alkoholproblem und damit kann ich nicht umgehen."

Wilma erklärte den Zusammenhang: "Die linke Seite ist bei einem Rechtshänder mit der mütterlichen, emotionalen Seite verbunden. Und das Ohr: Was willst du nicht hören? Wo hörst du nicht hin?" Gemeinsam arbeiteten sie mit Homöopathie, antientzündlicher Ernährung und einer inneren Veränderung bei der Halterin.

"Veränderung kann nur in dir selbst geschehen, nicht im Äußeren. Wie im Kleinen so im Großen."

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