Wiedersehen mit Marcel Schrötter auf dem Sachsenring

Aus der IDM wird Euro Moto und der Sachsenring ist die Premierenveranstaltung

Sachsenring

Der Kalender für die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) 2026 wurde bereits Ende September veröffentlicht, war aber mit einem virtuellen „Sternchen“ versehen. „Radio Fahrerlager“ hatte damals schon vermeldet, dass es die IDM in dieser Form 2026 nicht mehr geben wird und an ihre Stelle eine Art Europameisterschaft treten würde. Vor wenigen Tagen wurde nun das neue Konzept vorgestellt, welches mit den gleichen Terminen wie für die IDM 2026 vorgesehen arbeitet. Über diverse Kommunikationskanäle wurde mitgeteilt, dass die Motor Presse Stuttgart als bisheriger IDM-Promoter mit der Einführung der EURO MOTO ab 2026 ihr Motorsport-Portfolio erweitert. „Die IDM hat gezeigt, dass sie ein Sprungbrett für Talente mit WM-Ambitionen ist“, sagte der Serienmanager und Initiator Normann Broy dazu. Und weiter: „Mit der EURO MOTO schließen wir die Lücke zwischen den nationalen Meisterschaften und der Weltmeisterschaft. Wir schaffen eine Plattform, auf der die besten Fahrer und Teams aus der ganzen Welt gegeneinander antreten.“

Aus IDM wird EURO MOTO

Als Saisonauftakt der IDM im nächsten Jahr wurde das Wochenende 8. bis 10. Mai terminiert, dem jetzt eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Nach den jüngsten News wird es nun also die Premieren-Veranstaltung der EURO MOTO sein, sprich, auf dem Sachsenring wird mal wieder Geschichte geschrieben.

Damit aber der positiven Meldungen nicht genug. Wie vom IDM-Superbike-Team GERT56 aus Pirna heute kund getan wurde, bringt dieses im nächsten Jahr ein Drei-Mann-Team mit einem echten Kracher an den Start. Neben den bisherigen Stammpiloten Toni Finsterbusch aus Krostitz und Jan-Ole Jähnig aus Nobitz wird der langjährige WM-Pilot (125 ccm, Moto3, Moto2 und Supersport) Marcel Schrötter das Team von Karsten Wolf verstärken. Der sagte zum Engagement des zweifachen IDM-125-Meisters (2008 und 2009), 125er-Europameisters 2009 sowie Supersport-WM-Dritten 2023: „Zuerst dachte ich, Marcel hätte sich verwählt, doch schnell wurde mir klar, dass dieser sympathische und freundliche Bayer gut in unser Teamgefüge passt. Ich habe mich ganz frühzeitig meinen engsten Vertrauten, und da vor allem meinem Freund Ronny Schlieder, geöffnet und bekam als erste Reaktion: ‚Geil, wir machen das!‘ Im Laufe der Verhandlungen habe ich mich dann vor allem den Fahrern und Crew-Chiefs gegenüber anvertraut und ihnen ein klares Signal gesendet, dass ihr Platz und die Strukturen um sie herum sicher und stabil sind.“

Das sagt der Ex-WM-Pilot

Seine Gedanken zu seinem nächsten Karriereschritt kleidete der noch bis zum 2. Januar 32-jährige Marcel Schrötter aus dem bayrischen Pflugdorf in folgende Worte: „Ich habe mich für GERT56 entschieden, weil mir das Team nicht nur durch seine Erfolge der letzten Jahre aufgefallen ist. Ihre Arbeitsweise und ihre Außendarstellung zeigen ein familiär aufgestelltes und trotzdem sehr professionell agierendes Team, bei dem Spaß und Performance scheinbar in einer guten Balance sind und alle Bock haben, Rennen zu gewinnen. Dieses Umfeld werde ich nach den vielen WM-Jahren genießen und mich bestmöglich in die Entwicklung des Gesamtprojekts einbringen.“

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