Wohnhausbrand in Reinsdorf: Dachstuhl in Flammen, Haus droht einzustürzen

Es ist ein Sachschaden von zirka 500.000 Euro entstanden

Reinsdorf

In Reinsdorf sind Feuerwehr, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk in der Nacht zu einem umfangreichen Brandeinsatz ausgerückt.

Alarm in der Nacht

Wie Einsatzleiter Geßner mitteilte, wurden die Kräfte um 0.39 Uhr zur Einsatzstelle alarmiert. Zunächst war von einer vermissten Person im Gebäude die Rede. Alarmiert wurden die Feuerwehren aus Vielau, Friedrichsgrün, Reinsdorf und Wilkau Haßlau sowie die Drehleiterfeuerwehr aus Zwickau.

Dachstuhl stand in Flammen

Die Einsatzkräfte konnten auf Sicht zur Einsatzstelle fahren. Vor Ort wurde ein brennender Dachstuhl festgestellt. Zudem schlugen bereits Flammen aus dem Gebäude, während im oberen Geschoss eine massive Rauch- und Feuerentwicklung zu sehen war. In der Folge wurde die Feuerwehr Wilkau Haßlau nachgefordert.

Vermisste Person aufgefunden

Die zunächst vermisste Person wurde nach ersten Angaben außerhalb des Gebäudes festgestellt. Sie wurde rettungsdienstlich versorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Weitere Angaben zum Gesundheitszustand liegen bislang nicht vor.

Brandbekämpfung von außen und innen

Die Feuerwehr begann mit einer massiven Brandbekämpfung. Diese erfolgte zum einen von außen über die Drehleiter, zum anderen über einen Innenangriff mit zwei Trupps. Im weiteren Verlauf musste dieser Innenangriff jedoch nach etwa einer Stunde abgebrochen werden.

Innenangriff abgebrochen

Grund für den Abbruch war eine massive Rissbildung an den Außenwänden des Hauses. Wegen der damit verbundenen Gefahren, wurde die Brandbekämpfung anschließend von außen fortgesetzt. Gegen 5 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Feuer in Hohlräumen

Der Einsatz war damit jedoch noch nicht beendet. Nach Angaben von Einsatzleiter Geßner hatte sich das Feuer in sämtliche Hohlräume des Dachstuhls gefressen. Eine Restablöschung war deshalb zunächst nicht möglich. Der Dachstuhl soll deshalb abgenommen werden. Die heruntergenommenen Bauteile werden anschließend abgelöscht und in Containern gesammelt.

THW zur Unterstützung angefordert

Zur weiteren Absicherung und Unterstützung wurde das Technische Hilfswerk angefordert. Im Einsatz sind ein Baufachberater aus Reichenbach, ein Fachberater aus Zwickau sowie die Fachgruppe Räumen aus Chemnitz. Insgesamt waren zwölf Kräfte des THW vor Ort.

Viele Einsatzkräfte gebunden

Neben dem THW waren 48 Feuerwehrleute im Einsatz. Hinzu kamen drei Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst. Die Durchgangsstraße wurde für den Einsatz voll gesperrt.

Haus ist unbewohnbar

Nach derzeitigem Stand besteht akute Einsturzgefahr. Das Einfamilienhaus ist unbewohnbar. Die Einsatzstelle soll nach Abschluss der Maßnahmen an den Eigentümer übergeben werden. Über das weitere Verfahren einer Straßensperrung entscheidet die Gemeindeverwaltung.

Einsatz dauert bis Mittag an

Der Sachschaden wird auf rund 500.000 Euro geschätzt. Der Einsatz wird voraussichtlich noch bis in die späten Mittagsstunden andauern.

Update der Polizei

In Reinsdorf hatten es sie Feuerwehren in der Nacht zum Donnerstag mit einem Wohnhausbrand zu tun. Aus bisher ungeklärter Ursache brach kurz nach Mitternacht in einem Einfamilienhaus An der Kohlenbahn ein Brand aus. Die Flammen griffen in der Folge auf das gesamte Wohnhaus über.

Der 47-jährige Hauseigentümer konnte sich, gemeinsam mit seinem Hund, eigenständig aus dem Haus befreien und wurde mit einer starken Rauchgasintoxikation zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Vor Ort waren insgesamt 48 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Wilkau-Haßlau, Reinsdorf, Vielau und Friedrichsgrün sowie der Berufsfeuerwehr Zwickau und weitere Rettungskräfte im Einsatz. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Eine genaue Schadenshöhe ist aktuell noch nicht bezifferbar, liegt jedoch mindestens im mittleren sechsstelligen Bereich.

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