Zittern bis zum Schluss: FSV Zwickau gewinnt beim Liga-Neuling knapp

Westsachsen holen beim RSV Eintracht drei Punkte

Berlin

Die Dienstreisen des FSV Zwickau nach Berlin verliefen in der Vergangenheit nicht immer störungsfrei. So wurde ein Spiel in der Hauptstadt abgesagt, weil der Zwickauer Mannschaftsbus im Stau stecken blieb. Dann kassierte der FSV im Juli 2024 gegen Aufsteiger Hertha Zehlendorf eine 0:5-Klatsche.

Bis zur letzten Minute gekämpft

Am Mittwoch fuhren die Westsachsen erneut an die Spree, um sich gegen einen Aufsteiger zu messen. Doch weder der RSV Eintracht aus Stahnsdorf, noch die Verkehrslage bremsten die Schützlinge von Chefcoach Rico Schmitt aus. Zwickau gewann 2:1 (0:0) und hat sich mit nunmehr 10 Punkten im Mittelfeld der Fußball-Regionalliga Nordost etabliert. Auch wenn der FSV die drei Punkte einsackte, war es alles andere, als ein Galaauftritt der Mannschaft. Vielmehr mussten die Gäste für den Dreier ganz hart arbeiten Immerhin zeigte das Schmitt-Team bis in die Schlussminute Moral.

Luft nach oben

Der FSV begann vor 631 zahlenden Zuschauern durchaus engagiert und versuchte, die Regie zu übernehmen. Der Aufsteiger aus Brandenburg ließ es aber nicht zu, dass sich Zwickau im Preussen-Stadion austoben konnte. Vielmehr suchte der RSV die Offensive und kam insbesondere durch Distanzschüsse zu Chancen. Auf der Gegenseite fehlte es den Kickern an der notwendigen Präzision, um in der Box gefährlich zu werden. Ein Ball fiel auf das obere Außennetz, Paul-Philipp Besong verfehlte später mit seinem Kopfball das Stahnsdorfer Gehäuse. Die Zwickauer Kicker ließen sich für den zweiten Durchgang enorme Steigerungsmöglichkeiten offen.

Weitere Chancen in der zweiten Hälfte

Die erste Chance nach der Pause hatten die Gastgeber, Zwickau mühte sich anschließend weiter, gegen den Neuling der Rolle eines Vorjahresdritten der Liga gerecht zu werden. Mit einem Dreifachwechsel wollte Schmitt neuen Schwung in die Aktionen seines kickende Personals bringen. Dieser Effekt trat allerdings zunächst nicht ein. Vielmehr hätte der RSV in Führung gehen können. Elakim-Mbila Kukanda verpasste den Zwickauer Kasten aus der Distanz knapp. Dann schlugen zwei der eingewechselten Zwickauer doch noch zu. Theo Martens verwandelte einen Ball von Veron Dobruna zum 1:0. Stahnsdorf schlug durch Kukanda zurück (1:1/81.), doch das war immer noch nicht der Endstand. Fünf Minuten vor dem Abpfiff landete ein abgefälschter Schuss von Fynn Seidel - ebenfalls zuvor eingewechselt- zum Endstand in den Maschen.

Jetzt oder nie - Seidel erklärt die Situation

Fynn Seidel erklärte die Situation, die zum 2:1 führte: „Nach einem Standard wurde der Ball abgewehrt. Veron wollte zum Ball gehen. Da ich eine gute Position hatte, sagte ich : Lass ! „, sagte der Siegtorschütze. „Jetzt oder nie“, sei in dieser Situation die Devise für den Neuzugang gewesen. Ihm mache es sehr viel Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. „Wir bleiben hart dran, um weitere Punkte einfahren zu können“, versprach Seidel.

Aufstellung und Spielverlauf

FSV Zwickau: Hiemann - Moritz, Fobassam, Ziemer, Sengersdorf - Startsev, Breitenbücher (64.Martens) - Hannemann (64.Sezer) , Haubner (80.Seidel) , Besong (87.Albert) - Harant (64. Dobruna), SR.: Christoph Dallmann (Rostock) , Z.: 631, Tor: 0:1 Martens (75.),1:1 Kukanda (81.), 2:1 (85.)

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