Die Dreharbeiten für die neuen beiden Erzgebirgskrimiteile sind im vollen Gange. Seit 20. Mai und noch bis 20. Juli dreht das Produktionsteam in Hohenstein-Ernstthal, Stollberg, Hartenstein und Umgebung. BLICK.de durfte die Filmcrew am Set in Hohenstein-Ernstthal am Montag besuchen.
20 Schauspielerinnen waren in der engeren Auswahl
Zwei neue Teile werden aktuell parallel gedreht und diese erstmals mit der neuen Kommissarin Janne Böhm (Mathilda Switala), die das ZDF in der vergangenen Woche vorstellte. (BLICK.de berichtete)
Dabei sprach Filmproduzent Clemens Schaeffer von einer aufregenden Castingzeit. Etwa 20 junge Schauspielerin seien zum Recall für die Rolle der neuen Kommissarin eingeladen worden, auch mit Teresa Weißbach und Kai Scheve mussten Szenen geprobt werden, um zu sehen, wie die neue Darstellerin mit den erfahrenen Schauspielenden wirkt.
Entdeckt auf der Theaterbühne
Schaeffer habe ihnen sogar Mitentscheidungsgewalt bei der finalen Auswahl gegeben, welche nicht einfach war, wie Kai Scheve bestätigte. „Es war am Ende ganz knapp, aber meine Stimme fiel auf Mathilda“, sagte er. Diese freute sich, so ist es ihre erste Hauptrolle in einer Krimifernsehreihe.
Entdeckt und zum Casting eingeladen wurde die Berlinerin übrigens auf der Theaterbühne, auf der sie sonst beheimatet ist. Geplant sei es, dass Mathilda Switala nun für längere Zeit beim „Erzgebirgskrimi“ zu sehen sein wird. Dabei verriet die Berlinerin, dass ihre Rolle für frischen Wind im Team sorgen werden. Janne Böhm wäre emotional, lustig, sehr schlau und manchmal etwas voreilig. Mehr dürfe sie jedoch noch nicht verraten. Es sei auch die erste Rolle als Polizeikommissarin für Switala.
Gleich zwei neue Teile werden aktuell parallel gedreht
In den vergangenen Tagen liefen die Dreharbeiten in Hohenstein-Ernstthal. Sogar ein Westernfest mit vielen Komparsen sei bereits im Kasten. Die Resonanz aus der Bevölkerung, um einmal selbst beim „Erzgebirgskrimi“ mitspielen zu dürfen, sei gigantisch, freute sich Schaeffer.
Als nächstes wird das Filmteam die Zelte in Hartenstein aufschlagen. Die Arbeitstitel der beiden neuen Folgen lauten „Tödliches Verdrängen“ und „Ich bin Old Shatterhand“. Das ZDF verriet vorab in welche Richtung die Ermittlungen in den Erzgebirgskrimi-Teilen 17 und 18 diesmal gehen, Achtung kleine Spoiler:
Folge 17 „Tödliches Verdrängen“
Hauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve) muss seinen ersten Fall mit Karina Szabos Nachfolgerin Jana Böhm (Mathilda Switala) lösen. Seine langjährige Kollegin hat nämlich anderswo eine neue Stelle angetreten und Kommissarin Böhm wurde von Berlin ins Erzgebirge versetzt. Als eine Touristin ermordet in einer Schlucht aufgefunden wird, hat das Duo seinen ersten gemeinsamen Fall. Im Fokus der Ermittlungen stehen zunächst die zwei Freundinnen des Mordopfers Eva (Ulrike Krumbiegel) und Franka (Steffi Kühnert). Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach) recherchiert derweil Standorte der Kornelkirsche, da diese Frucht einen Hinweis auf den Tatort geben könnte. Obwohl Eva und Franka vom Tod ihrer Reisegefährtin schockiert sind, wirken sie verschlossen und scheinen unbedingt ein Geheimnis bewahren zu wollen.
Folge 18 „Ich bin Old Shatterhand“
Ein Junge findet in einer Höhle bei Hohenstein-Ernstthal, in der sich einst der junge Karl May vor der Polizei versteckte, einen Toten. Kommissar Winkler, Janne Böhm und Gerichtsmedizinerin Elena Kulikova (Masha Tokareva) versuchen, die Identität des Unbekannten zu ermitteln. Die Spur führt zum Karl-May-Haus in dessen Geburtsort und in die kauzige Sammler- und Fanszene. Sind die Winnetou-Anbeter und Old-Shatterhand-Verehrer wirklich zu einem Mord fähig, um an ein vermisstes Manuskript des Meisters zu kommen?
Filmpremieren voraussichtlich 2027
Die beiden neuen Filme werden voraussichtlich 2027 über die Bildschirme vom ZDF flackern. In weiteren Rollen spielen Thomas Thieme, Esther Zschieschow, Petra Zieser, Christian Kuchenbuch, Maximilian Scheidt, Johann von Bülow, Rudolf Krause, Tom Keune, Julia Jäger, Eric Klotzsch und andere.
Rückblick: Das passierte im letzten Erzgebirgskrimi
Im 14. Teil „Mordholz“, der im März im TV lief, ermittelten Robert Winkler, Karina Szabo und Saskia Bergelt in einem Sägewerk. Der Besitzer wurde tot aufgefunden. (Hier kommt ihr zur Filmkritik)
Auf diese abgedrehten Teile des Erzgebirskrimis dürfen sich die Zuschauenden 2026 im TV freuen:
Noch nicht ausgestrahlt aber im Herbst 2025 abgedreht, wurde Teil 15 mit dem Arbeitstitel „Hexenjagd“. Dieser Film spielt in Annaberg-Buchholz und Lauter-Bernsbach. Zur Walpurgisnacht wird eine Leiche in einem Walpurgisfeuer entdeckt. Kommissar Winkler, Kommissarin Szabo und Försterin Bergelt finden heraus, dass die Tote sich als Hexe sah.
Ebenfalls im Herbst 2015 drehte die Produktionsfirma NFP in und um Aue-Bad Schlema den 16. Teil „Stille Mitte“. Darum geht es um einen mysteriösen Todesfall, der Robert Winkler in die Garagenhöfe von Aue-Bad Schlema führt. Der Kommissar muss den Tod einer wichtigen Zeugin, Franziska Bruch, in einem Wirtschaftsprozess im Erzgebirge aufklären. Das Pikante daran? Das Opfer war Anfang 1989 die Jugendliebe des Kommissars. Sie wurde nun aus dem Fenster ihrer Plattenbauwohnung gestoßen. Die Geschichte thematisiert die Corona-Pandemie und die DDR.
Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.
