Zukunft für VW Zwickau: Kreislaufwirtschaft als neues Standbein

Volkswagen investiert bis zu 90 Millionen Euro in Standort Zwickau

Zwickau

Das Volkswagen-Fahrzeugwerk in Zwickau steht vor einer wegweisenden Transformation. Ab sofort übernimmt der sächsische Standort eine Schlüsselrolle innerhalb des Konzerns und zwar als zentrales Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft.

Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft mit globaler Bedeutung

In Zwickau wird künftig darüber entscheiden, wie der Autobauer Ressourcen schont und aus Alt-Fahrzeugen neue Werte schöpft. Es werden neue Geschäftsfelder der Kreislaufwirtschaft auf Wirtschaftlichkeit geprüft, Standards festgelegt und das Wissen für andere Standorte weltweit zur Verfügung gestellt.

Investitionen in Millionenhöhe geplant

Dieses Vorhaben lässt sich Volkswagen einiges kosten. In den kommenden Jahren plant der Automobilriese Investitionen von bis zu 90 Millionen Euro am Standort.

Unterstützung durch den Freistaat Sachsen

Unterstützung kommt dabei aus der Politik: der Freistaat Sachsen fördert das zukunftsweisende Gesamtprojekt mit einer Summe von bis zu 10,7 Millionen Euro.

Start mit Fahrzeugdemontage und Rohstoffrückgewinnung

Zwickau startet neben der Zentralfunktion zunächst mit der systematischen Demontage von Fahrzeugen zur Rückgewinnung von wertvollen Rohstoffen und zur Weiterverwendung von Komponenten.

Ausbau der Kapazitäten bis 2030 geplant

Bis 2030 ist ein stufenweiser Aufbau der Kapazitäten auf 15.000 Fahrzeuge jährlich geplant.

Entscheidung bereits Ende 2024 gefallen

Das man den Schritt der Kreislaufwirtschaft am Standort Zwickau gehen will, hat man bereits im Dezember 2024 im Rahmen der Tarifverhandlungen beschlossen.

Konzern, Politik und Standort ziehen an einem Strang

Andreas Walingen, Leiter Strategie der Volkswagen AG spricht von einem wichtigen Schritt für den Konzern: „Weil wir von der Strategie in die Umsetzung gehen. Kreislaufwirtschaft wird zunehmend immer wichtiger für den Volkswagen-Konzern. Es geht um Rohstoffe, Nachhaltigkeit aber auch um Wirtschaftlichkeit und Beschäftigung, was uns ganz wichtig ist. Ziel des VW-Konzernes ist es, mehr Rohstoffe wiederzuverwenden. Damit machen wir die Fahrzeuge nachhaltiger.“

Freistaat Sachsen sieht Perspektive für den Standort

Sachsen Wirtschaftsminister Dirk Panter sagt: „Seit 13 Monaten kämpfen wir um die Zukunft des Standortes. Ich bin froh, dass es jetzt Perspektiven gibt. Kreislaufwirtschaft war ein Thema mit dem wir uns von Anfang an intensiv beschäftigt haben, weil es auch Zukunft bringt zusätzlich zur Autoproduktion. Deshalb haben wir als Freistaat ganz klar gesagt, wir wollen das unterstützen.“

Kreislaufwirtschaft wird in Zwickau praktisch umgesetzt

Das Thema Kreislaufwirtschaft spiele sich nicht nur in der Theorie und auf dem Papier ab, sagt Danny Auerswald, Sprecher der Geschäftsführung bei Volkswagen Sachsen: „In Zwickau gehen wir schon konkret in die Umsetzung und das Team liefert. Die Kreislaufwirtschaft werden wir als weiteres Standbein neben der Automobilfertigung hochziehen, um nachhaltig Beschäftigung zu sichern und auch weiterhin Kompetenzen in der Region aufzubauen.“

Erste Schwerpunkte klar definiert

Schwerpunkte für Zwickau seien zunächst die Fahrzeugaufbereitung, Fahrzeugzerlegung und das Thema Recycling.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich