Zwei Siege, starke Offensivleistungen: Schwäne kehren gestärkt aus dem Trainingslager zurück

FSV Zwickau gewann in der Türkei beide Testspiele und trainierte unter idealen Bedingungen.

Lara/ Zwickau

Die Trainingslager-Bilanz des FSV Zwickau liest sich gut: zwei Spiele, zwei Siege, 8:1 Tore. Gegen den Wuppertaler SV aus der Regionalliga-West gewannen die Schwäne souverän mit 2:0, gegen den Ergänzungskader des usbekischen Erstligisten und Super-Cup-Siegers FK Nasaf gab es ein 6:1. FSV-Sportdirektor Robin Lenk merkte diesbezüglich an: „Die Qualität des Gegners war nicht wirklich aussagekräftig, das trübt das Ganze ein kleines bisschen“, fügt aber sogleich hinzu: „Unterm Strich war es aber ein vernünftiger Test, aus dem wir sehr selbstbewusst herausgehen.“

Positive Bilanz des Trainingslagers

Ebenso zum gesamten Trainingslager kann der 41-Jährige nur ein positives Fazit ziehen: „Das Wetter hat hervorragend mitgespielt, das habe ich selbst schon anders erlebt, dazu fanden wir sehr gute Trainingsbedingungen vor, und auch das Hotel wusste zu überzeugen.“ Unter der Woche konnten alle FSV-Spieler - bis auf Sonny Ziemer, der sich eine Erkältung einfing - die Trainingseinheiten absolvieren. Dazu gehörten auch Cemal Sezer, Joshua Putze und Randolf Riesen.

Schwäne-Stürmer Sezer: „Ich übernehme Verantwortung auf dem Platz.“

Im zweiten Testspiel erzielte Sezer einen Dreierpack: „Es war vom Tempo her ein gutes, ein ansehnliches Spiel und wir die überlegene Mannschaft“, sagte der 29-Jährige. Sowohl gegen Nasaf als auch Wuppertal trug der torgefährliche Schwäne-Stürmer vorübergehend die Kapitänsbinde: „Natürlich macht es einen stolz, diese zu tragen. Unabhängig davon bin ich ein Spieler, der auf dem Platz Verantwortung übernehmen und meinen Mitspielern helfen will.“ Welche Qualitäten Sezer besitzt, hat er mit diesem Dreierpack gezeigt.

Starker Neuzugang mit bewegter Verletzungshistorie

Der Neuzugang vom FC Carl-Zeiss Jena konnte schon im Saisonverlauf überzeugen und hat in neun Einsätzen drei Tore erzielt sowie zwei Vorlagen gegeben. Im Achtelfinale des „Wernesgrüner Sachsenpokals“ schoss er die Schwäne mit einem Doppelpack ins Viertelfinale. Auf die Frage, wie fit er aktuell sei, antwortete er: „Man sagt ja immer, man braucht so lange, wie man raus ist, um wieder auf 100 Prozent zu kommen. Ich hoffe, dass ich es früher schaffe. Das Wichtigste für mich ist es, gesund zu bleiben.“ Sezer hatte sich im August 2024 im DFB-Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen verletzt und fiel daraufhin wegen einer Patellasehnenluxation über ein Jahr aus.

Mittelfeldmotor Putze powert

Mit Putze hat der FSV während der Saison einen zweiten Spieler mit Verletzungshistorie verpflichtet. Der 31-jährige Mittelfeldmotor hatte in der Sommerpause einen Bandscheibenvorfall, weswegen damals von einem Transfer Abstand genommen wurde. Mitte November erhielt der Defensivstratege dann einen Kontrakt. Nach zwei Kurz-Einsätzen sowie einem von über einer Stunde gegen den FC Eilenburg hat Putze im Trainingslager weitere Fortschritte gemacht: „Joshua macht einen guten Eindruck“, sagte FSV-Trainer Rico Schmitt und verweist auf die gesunde Belastungssteuerung: „Wir müssen gemeinsam schauen, wie wir Schritt für Schritt seine Fitness steigern und dann seine Stärken für uns nutzen können.“ Im ersten Testspiel gegen den WSV agierte Putze, der 68 Minuten auf dem Feld stand, phasenweise als klassischer Zehner und gab dabei den ersten Torschuss ab. Gegen den Nasaf wurde er nach seriösem Auftritt zur Pause ausgewechselt.

Riesen mit Kopfballtor

Mit Riesen reiste außerdem ein Kicker mit ins Wintercamp, der in dieser Saison leihweise für Empor Glauchau auf Torejagd geht. Gegen die Usbeken konnte sich der 1,73 Meter kleine Offensivspieler mit einem Kopfball auszeichnen sowie eine Vorlage geben. „Für uns war das ein absoluter Gewinn, Randy dabeizuhaben, er hat sich gut präsentiert“, betont FSV-Trainer Rico Schmitt, der die Ausleihe als richtige Entscheidung bewertet: „Wir wollten ihm Spielpraxis geben, und die hat er bei Empor bekommen, wo er sich nachweislich weiterentwickelt hat. Das sieht man vor allem an seinem Zweikampfverhalten; dass er ein technisch versierter und dynamischer Spieler ist, war uns bekannt.“ Riesen kam in beiden Testspielen zum Einsatz.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich