Dem Bezirksderby zwischen dem FSV Zwickau und Chemnitzer FC steht aktuell einzig das ungemütliche Wetter im Weg. Aufgrund der Witterungsverhältnisse läuft deswegen seit Donnerstagmorgen die Rasenheizung in der „GGZ-Arena“. FSV-Trainer Rico Schmitt möchte am Samstag, dem 22. November, unbedingt spielen und mit seinen Schützlingen die Entwicklung der letzten Wochen fortsetzen: „Wir sind in Meisterschaft und Pokal gut unterwegs, und das soll auch gegen Chemnitz so bleiben.“
FSV-Torwart Hiemann: „Immer ein besonderes Spiel.“
Im heimischen Stadion haben die Schwäne in sieben Spielen erst zwei Gegentore kassiert. Ein Garant dafür ist Lucas Hiemann: „Wir sind als Team in dieser Saison noch mehr zusammengewachsen, jeder kämpft für den anderen, und wenn ich mal geschlagen bin, klärt ein Mitspieler oder das Aluminium“, erzählt der 26-jährige Torwart. Weil er „von den Bambinis bis zu den Profis“ beim CFC spielte, wird es das Bezirksderby für ihn „immer ein besonderes Spiel“ bleiben. An das vorletzte Aufeinandertreffen hat „Hieme“ aus zweierlei Gründen noch sehr gute Erinnerungen: Zum einen siegte der FSV mit 1:0 im „Stadion – An der Gellertstraße“, zum anderen stand er seit jener Partie in der Regionalliga-Nordost immer zwischen den rot-weißen Pfosten. In der Offensive tritt seit einigen Wochen Cemal Sezer torerfolgreich in Erscheinung.
Strafstöße: Sezer, Somnitz oder Eixler?! Hauptsache sicher.
Der FSV Zwickau hat in dieser Saison wettbewerbsübergreifend drei Strafstöße erhalten. Den letzten – beim 2:1-Erfolg im „Wernesgrüner Sachsenpokal“ gegen Empor Glauchau – verwandelte Sezer sicher. Der Neuzugang vom FC Carl-Zeiss Jena übernahm Verantwortung und steuerte den Doppelpack zum Weiterkommen bei. FSV-Trainer Schmitt war etwas überrascht, als sich der 29-jährige Stürmer den Ball schnappte. „Mit Max und Eix haben wir zwei hervorragende Schützen. Dass sich Cemal in dieser Drucksituation stellt, zeigt sein enormes Selbstbewusstsein. Und das hat auch sein Sahnetor zum 2:0 gezeigt.“
Die anderen beiden Elfmeter waren Lukas Eixler und Maximilian Somnitz vorbehalten. Letztgenannter verwandelte beim letzten Duell mit dem Chemnitzer FC in der 89. Minute etwas glücklich – und verhinderte damit, dass die Heimserie der Schwäne zu Ende ging. Mittlerweile ist diese auf beachtliche 21 Spiele angewachsen.
Albert & Martens wieder im Training, Putze im Kader
Die letzte Mannschaft also, welche mächtig-gewaltig an der Festung „GGZ-Arena“ wackelte, war der CFC – und das damalige Bezirksderby hatte es in sich. Die Bilanz vor 9.094 Zuschauern lautete: vier Tore, drei Platzverweise, zwei Elfmeter und eine Punkteteilung. Schmitt erwartet diesmal „kein Abtasten“, sondern „ein Spiel mit offenem Visier“, an dem sich der CFC – seit drei Ligaspielen ungeschlagen – beteiligen wird. Die Himmelblauen bestechen vor allem durch ein gutes Umschaltspiel und haben mit Alberico, Grimaldi und Bozic drei torgefährliche Offensivspieler in ihren Reihen.
Beim Schwäne-Personal gibt es erfreuliche Nachrichten zu verzeichnen: So haben Lukas Albert und Theo Martens seit Wochenbeginn wieder trainieren können und sind damit Optionen für den Spieltagskader. In diesem wird erstmals Joshua Putze auftauchen, der eigentlich auch ein Kandidat für die Startformation wäre. Schmitt begründet seine Entscheidung und bittet um Nachsicht: „Wir wollen ihn – genau wie wir es bei Cemal gemacht haben – durch stabile Trainingseinheiten sowie Einsätze im Spielverlauf sukzessive wieder an den Wettbewerb heranführen.“
Beide Fanlager sind heiß aufs Bezirksderby
Die Vorverkaufszahlen auf beiden Seiten deuten auf einen neuen Zuschauerrekord in dieser Saison hin. So haben die CFC-Fans alle Steh- und Sitzplatzkarten für die Hintertortribüne erhalten und werden im ausverkauften Fall mit fast 2.000 Schlachtenbummlern anreisen. Auf Heimseite wiederum sind bereits mehr als 5.000 Tickets verkauft worden. Der bisherige Saisonrekord wurde gegen den FC Carl-Zeiss Jena mit 8.340 Zuschauern aufgestellt. Letztmalig war das Zwickauer Stadion gegen die SG Dynamo Dresden in der Saison 2022/23 ausverkauft.
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