Wenn es um Tiere geht, ist Jens von Lienen ganz in seinem Element. Seit 32 Jahren ist er im Tierschutz aktiv. 1996 übernahm er die Leitung für das Tierheim Chemnitz am Pfarrhübel in Trägerschaft des Tierschutzvereins Chemnitz und Umgebung. Er rettete schon ein Emu, versorgt regelmäßig ausgesetzte oder verletzte Katzen und Hunde und vergisst darüber auch die Nachwuchsarbeit nicht. Dieses breit aufgestellte Engagement über viele Jahrzehnte hinweg wurde am Donnerstag von Sozialministerin Petra Köpping mit dem Sächsischen Tierschutzpreis 2022 gewürdigt. Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert.

 

Von der Hundeanlage zum ganzen Tierheim

Mit 13 Jahren bekam Jens von Lienen seinen ersten Hund. Der gelernte Tiefbaufacharbeiter blieb seiner Tierliebe treu und kümmerte sich seit der Wendezeit zuerst darum, eine Hundeanlage zu errichten. Daraus erwuchs mit der Zeit ein ganzes Tierheim. Mit Fördergeldern der Stadt und insgesamt 70.000 Euro des Freistaates konnte schließlich in einer ehemaligen Schweinemastanlage ein modernes und artgerechtes Tierheim errichtet werden. Das Tierheim verfügt über einen eigenen OP-Saal, einen mobilen Hühnerstall, eine Großtierstation und bietet seinen Gassi-Gehern eine spezielle Ausbildung an. Derzeit werden etwa 70 Tiere in der Einrichtung versorgt und betreut, darunter Schweine, Ziegen, Katzen, Hunde, Hühner, Hasen und Fische.

 

Tierschutzpreis seit 2001 verliehen

"Mit unglaublichem persönlichen Einsatz haben Sie zusammen mit Ihrem Team ein neues Zuhause für ausrangierte und misshandelte Tiere geschaffen. Sie leisten damit seit Jahrzehnten großartige Arbeit für unsere Gesellschaft, für die ich mich herzlich bedanken möchte", würdigte Sozialministerin Petra Köpping die Verdienste des Preisträgers. Die Sächsische Tierschutzmedaille ist eine Auszeichnung, die das Sozialministerium für besondere Verdienste auf dem Gebiet des Tierschutzes geschaffen hat. Der Tierschutzpreis wird seit 2001 rund um den Welttierschutztag verliehen.