Chemnitz. Jens Conrad stellt erneut sein Buch über Trabant-Rennsport vor. Die Veranstaltung wird am Donnerstag, 11. Januar, um 18.30 Uhr stattfinden.

 

Lektüre passend zur Ausstellung

Nachdem die erste Buchvorstellung des bekannten Illustratoren Jens Conrad seines neuesten Werkes "Meister mit zwei Kerzen - Trabant-Rennsport in der DDR" sehr gut frequentiert wurde und bis auf den letzten Platz gefüllt war, konnte das Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz den Autor sowie Kurator der aktuellen Sonderausstellung "Automobilrennsport in der DDR" erneut dazu gewinnen, sein Buch im besagten Museum öffentlich vorzustellen.

 

Fast 20 Jahre lang gab es jährliche Trabant-Rennen

Die Kernfrage lautete einst: "Kann man mit einem Trabant Rennen fahren?" Die Antwort: "Ja - man kann!" Was auf dem Schleizer Dreieck im Sommer 1971 begann und nach fast zwei Jahrzehnten im September 1990 auf dem Rundkurs im tschechischen Most endete, war wohl eine der international gesehen am längsten bestehenden Rennserien mit dem immer gleichen Basisfahrzeug - dem Trabant 601.

 

Von 26 PS zu 180 km/h

Werksunterstützung gab es damals keine, sodass es sich einige Tüftler und Enthusiasten zur Aufgabe gemacht hatten, aus dem mager motorisierten Kleinwagen mit 26 PS einen leistungsstarken Spezialtourenwagen zu entwickeln. Mit einer Motorleistung, die etwa dem Dreifachen der Serienmotorisierung entsprach, erreichten die wagemutigen Piloten Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h und trugen auf den Rundstrecken und bei Bergrennen in der DDR ihre eigene DDR-Meisterschaft aus.

 

Zum Inhalt des Buches

Über die 19 Jahre des Bestehens der Trabant-Rennklasse setzten sich weit über 100 Rennfahrer hinters Lenkrad eines Renn-Trabis. Ein paar von ihnen werden in diesem Buch näher vorgestellt. So wird anschaulich beschrieben, wie die Rennwochenenden an den Strecken abliefen und natürlich dürfen spannende Einblicke in die Renntechnik des legendären Zweitakters da nicht fehlen. Und welchen Stellenwert der Trabant-Rennsport in der sozialistischen DDR hatte - auch darauf gibt dieses Buch interessante Antworten.

 

Voranmeldung erwünscht

Die Buchvorstellung kostet sechs Euro und beinhaltet zugleich den Museumsbesuch. Sprich, es lohnt sich, eher zu kommen und das mit einem Museumsrundgang zu verbinden. Die Museumsleitung bittet um schriftliche Anmeldungen für die Buchvorstellung unter post@fahrzeugmuseum-chemnitz.de. Das Museum für sächsische Fahrzeuge befindet sich in der Zwickauer Straße 77 in 09112 Chemnitz und ist auch an anderen Tagen einen Besuch wert. Dafür hat es von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet ebenfalls sechs Euro bzw. für Ermäßigungsberechtigte vier Euro. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sowie Schüler haben freien Eintritt.

 

Ausstellung noch bis Ende April

Die Sonderausstellung "Automobilrennsport in der DDR" ist noch bis zum 28. April 2024 zu sehen. Am 14. Januar um 14 Uhr und am 28. Januar um 11 Uhr führt Jens Conrad öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung "Automobilrennsport in der DDR" durch. Dazu beträgt der Eintrittspreis 8 Euro. Auch dafür bittet das Museum um Voranmeldung unter post@fahrzeugmuseum-chemnitz.de. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Fahrzeugmuseums.