Scharfenstein. Die Zeit zwischen den Feiertagen steht eigentlich für Ruhe und Besinnlichkeit. Nicht so allerdings auf der Burg Scharfenstein, wo die Eröffnung des neuen Bergbaulabyrinths einen wahren Ansturm an Besuchern ausgelöst hat. "Unsere Erwartungen wurden übertroffen", sagt Mitarbeiterin Maria Schade angesichts von Hunderten Besuchern, die seit Dienstag täglich auf die Burg kommen. Dort scheint die neue Sonderausstellung zum Thema Bergbau mit ihrem Erlebnisbereich magnetische Fähigkeiten zu besitzen, denn die Nachfrage reißt nicht ab.

Flair wie in echtem Stollen

"Von Tag zu Tag werden es mehr Besucher. Am ersten Tag reichte die Warteschlange bis zum Burgturm, am zweiten bis zum Bratwurststand und am Donnerstag bis zur Zisterne", berichtet Burg-Mitarbeiter Christian Höppner. Verkleidet als historischer Steiger führt er die Gäste hinab ins Bergbau-Labyrinth, in dem sich immer nur 20 bis 25 Gäste auf einmal aufhalten dürfen. Schließlich geht es in den engen Gängen des Kellergeschosses - wie in einem echten Stollen - ziemlich eng zu. Für Besucher bringt das Wartezeiten von mitunter über einer Stunde mit sich. "Aber alle hatten Verständnis und waren hinterher sichtlich beeindruckt", so Höppner.

In vielerlei Hinsicht interessant

Groß sei die Begeisterung, weil das Bergbaulabyrinth eine breite Spanne von Besuchern anspreche. Von älteren Besuchern, die früher selbst im Bergbau tätig waren, bis hin zu Kindern, für die die Erlebnisausstellung in erster Linie gedacht ist. Sie können durch schmale Gänge krabbeln und auch rutschen oder aber eine Lore zur digitalen Schatzjagd nutzen. Neben dem Spaß geht es aber genauso ums Wissen. Historische Werkzeuge, Edelsteine, Bilder, ein Miniaturbergwerk und viele Erklärungen sorgen dafür, dass junge Besucher viel dazu lernen.

Keine Eile geboten

Wissen bringen sie ebenso in dieser Woche ebenso mit nach Hause wie kleine Schätze, denn zum Programm der Eröffnungswoche, die noch bis Freitag andauert, gehört auch das Edelsteinschürfen. Zudem können eigene Räucherkerzen gedreht werden. Im neuen Jahr wird es dann wohl wieder etwas ruhiger. Doch Fans des Bergbaus kommen weiterhin auf ihre Kosten, denn beim neuen Labyrinth handelt es sich um eine Dauerausstellung, die noch unzähligen weiteren Besuchern Freude bereiten soll.