Lauterbach. Gerald Engelbrecht hat sich unlängst über einen außergewöhnlichen Fund gefreut. Dass die große Krause Glucke auch noch essbar ist, verstärkte die Freude zusätzlich. Etwa 50 Zentimeter misst der Pilz im Durchmesser. Das Gewicht schätzte er auf etwa vier bis viereinhalb Kilogramm. Das erste Mal hatte er das Gewächs nur aus dem Augenwinkel wahrgenommen.

 

Riesenpilz am Straßenrand

Auf der Fahrt von der Arbeit nach Hause es ihm zwischen Pockau und Kalkwerk an der B101 aufgefallen. "Dort hatte irgendetwas Helles, Rundes nicht an einem alten Baumstamm hingehört", berichtete der Lauterbacher. Am Morgen danach fuhr er entsprechend langsam an der Stelle vorbei. Entdecken konnte er jedoch nichts. Ruhe gelassen hatte das dem Naturfreund aber nicht. In der Frühstückspause fuhr er erneut dort vorbei. Wieder konnte er nichts entdecken. "Vielleicht hatte ich mich getäuscht. Oder ein Wildschwein hatte das Gewächs gefressen?", blieb ihm nur zu mutmaßen. Auf dem Rückweg nach Feierabend stach es ihm wieder ins Auge. "Jetzt konnte ich auch erkennen, dass es eine Krause Glucke war", sagte Gerald Engelbrecht. Ab nach Hause und einen Fahrer angeheuert, damit er den Riesenpilz auch holen konnte. Die Größe hatte er bis dahin völlig unterschätzt. Umso größer war die Freude.

 

Pilzsuche seit der Kindheit ein Muss

Schon als Jugendlicher hatte der heute 60-Jährige schon einmal eine Krause Glucke gefunden. Damals weigerte sich seine Mutter, diesen zuzubereiten. Daher weiß er nicht, wie dieser Pilz schmeckt. "Er riecht sehr angenehm und sieht auch sehr frisch aus", räumte er ein. Da er gerne Kochsendungen anschaut, hat er mit einem passenden Rezept kein Problem. Der Fernsehkoch Alfons Schuhbeck rät dazu, Pilze nicht zu waschen. Sie sollen lediglich mit einem Pinsel oder mit einer Bürste leicht gereinigt werden. Danach werden Pilze nur mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt scharf in Butter angebraten. Zum Schluss kommt frische Petersilie drüber. Genauso bereitet Gerald Engelbrecht seit vielen Jahren alle Pilze zu. Der Riesenpilz wird natürlich nicht von ihm alleine verzehrt. Er hat bereits in der Nachbarschaft Werbung betrieben und ist auf große Neugier gestoßen. Die Pilzsuche selbst ist für den Lauterbacher seit der Kindheit ein Muss. Dieses Jahr ist er bislang zweimal umsonst im Wald gewesen. Allerdings vermutet er, dass noch etwas geht. Das wird gar nicht so lange dauern. "Das geht noch einmal los", ist er sich sicher und freut sich schon darauf.