Schwarzenberg. Ralf Schmidt, besser bekannt als IC Falkenberg, feiert mit einer CD 60 Jahre Leben und 50 Jahre Bühne. Zwar liegen die beiden Jubiläen schon drei Jahre zurück, doch aufgrund der Corona-Pandemie schlüpfte die CD erst im vergangenen Jahr.

Zu Gast in Schwarzenberg

Am Samstagabend gastierte IC Falkenberg, einer der erfolgreichsten Sänger der ehemaligen DDR, im Ratskeller Schwarzenberg. Dabei stellte er auch sein aktuelles Album vor, mit dem er die beiden Jubiläen feiert. "Das ist kein Studioalbum und auch kein typische Best-of-Album", sagt der heute 63-Jährige. Er habe sich von jedem seiner 17 Studioalben einen besonderen Titel herausgesucht. "Jeweils einen Titel, der für mich besonders wichtig war", so IC Falkenberg, der mit bürgerlichem Namen Ralf Schmidt heißt. Sämtliche Titel habe er neu arrangiert. "Sie klingen alle neu." Dieser Schritt war für ihn ganz wichtig, denn der Komponist ist keiner, der stehen bleibt und in der Vergangenheit lebt. "Viele Leute unterschätzen ihr Publikum", findet IC Falkenberg: "Ich finde, Musik darf sich, muss sich sogar verändern. Sonst ignorieren wir ja, was um uns herum passiert. Wir treten doch nicht auf der Stelle. Da bildet doch die Kunst keine Ausnahme." IC Falkenberg hat jeden Grund sich freuen, denn die Scheibe "Staub" verkauft sich gut.

Schon mehrfach in Schwarzenberg gespielt

Auch in Schwarzenberg war er nicht zum ersten Mal zu Gast. Mehrfach spielte er auf Einladung des kul(T)oubetriebs des Erzgebirgskreises auf Schloss Schwarzenberg. Nun hat ihn zum wiederholten Male Jan Fuchs, der Geschäftsführer des Ratskellers, eingeladen. Etwa 100 Gäste kamen, um IC Falkenbergs sehr gefühlvollen Balladen zu lauschen. Denn genau das zeichnet ihn aus: Der Künstler erzählt Geschichten und äußert auch unbequeme Ansichten. Er sagt, was ihm zu schaffen macht und was ihn glücklich macht.

Interview mit Ralf Schmidt

Im Interview bei "ERZengel on Tour" erzählt er, wie er die Zeit seiner ganz großen Erfolge erlebt. Er verrät, warum er nicht gern zu Konzerten namhafter Kollegen geht und selbst lieber Subkultur als Industriekultur ist. Das Interview bietet spannende Einblicke in das Leben eines erfolgreichen Künstlers, der sich ganz bewusst für ein Leben fernab des roten Teppichs entschieden hat.

https://erzengelontour.podigee.io/66-auf-einen-tee-mit-ic-falkenberg