Borstendorf. Gerade mal 1300 Einwohner zählt das kleine Örtchen Borstendorf. Und die Turnhalle im Grünhainichener Ortsteil ist gerade mal so groß, dass dort immer nur kleine Trainingsgruppe ihrem Hobby nachgehen können. Trotzdem sorgen die Borstendorfer Handballer auf regionaler Ebene für Furore, stellten in der Bezirksklasse zeitweise sogar die beste Offensive aller zwölf Mannschaften. Nach neun Spieltagen führt mit Sascha Schädlich zwar immer noch ein Spieler der SG Rotation die Torjägerliste an, doch trotz seiner bislang 68 Treffer ist die Mannschaft inzwischen etwas abgerutscht.

 

Durststrecke soll bald enden

 

Nach zuletzt vier Spielen in Folge ohne Sieg stehen 7:11 Punkte und Rang 9 zu Buche. "Damit liegen wir im Soll", betont Trainer Ulf Ender, der den Blick aber dennoch nach unten richten muss. Schließlich ist die SG der Abstiegszone bedrohlich nahegekommen. Platz 10 sollte zwar auch zum Klassenerhalt reichen, doch von der Zahl der Absteiger aus höheren Ligen will in Borstendorf niemand abhängig sein. Also blasen die Handballer aus dem kleinen Dorf in der Hinrunde zum Endspurt und wollen in den letzten beiden Spielen der Halbserie gegen die SGH HSC Chemnitz (8.) und die BSG Wismut Aue II (7.) unbedingt punkten.

 

Angriff muss sich steigern

 

Um wieder in die Erfolgsspur zu finden, ist laut Ender eine deutliche Steigerung der Offensive von Nöten. "Wir haben das Spiel nicht hinten verloren, sondern im Angriff", sagt der Trainer über die 21:28-Niederlage gegen den favorisierten HV Grüna. Gegen den Tabellenzweiten kassierten die Erzgebirger, die wie immer hart zupackten, zwar auch drei Rote Karten. Ausschlaggebend für die Pleite war laut Ender aber dennoch die fehlende Durchschlagskraft im Angriff. "Wir haben die Würfe nicht gut vorbereitet", lautet seine Erkenntnis. Bereits kommenden Sonntag soll das in Chemnitz anders aussehen, ehe die in Zschopau spielenden Borstendorfer am 3. Dezember gegen Aue endlich wieder ihre Heimstärke unter Beweis stellen wollen.