Marienberg. Für eine vorzeitige Bescherung können in diesem Jahr die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg sorgen. Bereits am Vierten Advent haben sie die Chance, sich mit dem Einzug ins Viertelfinale des Landespokals ein schönes Weihnachtsgeschenk zu bereiten. In der Runde der letzten 16 Teams sind sie am Sonntag ab 17.30 Uhr bei den Sportfreunden 01 Dresden gefordert. Die Chancen dürften gut stehen, da die gastgebenden Elbstädterinnen eine Etage tiefer in der Verbandsliga Ost spielen und dort aktuell Rang 5 belegen. Der HSV spielt dagegen in der Sachsenliga, hat dort aber aktuell mit Probleme zu kämpfen.

 

Trainerin vermisst Konstanz

Unter zwölf Mannschaften belegen die Marienbergerinnen mit 7:13 Punkten derzeit nur den 10. Platz. Aufgrund personeller Veränderungen lagen die Medaillenränge von Anfang an außer Reichweite, doch etwas weiter vorn würde Trainerin Lucie Hribova ihr Team schon gern sehen. Zwei Siege in Folge hatten zwischenzeitlich Hoffnung geweckt. Doch was fehlt, ist die Konstanz. "Ich bin sehr enttäuscht, dass wir nicht an die gute Leistung des Heimspiels zuvor anknüpfen konnten", sagte die Trainerin nach der jüngsten 29:39-Niederlage in eigener Halle gegen die Amazonen aus Leipzig.

 

Abwehr offenbart Lücken

Von Anfang an lagen die Bergstädterinnen hinten (1:5). Als kurz vor der Pause mit einem Zwischenspurt auf 14:18 verkürzt wurde, glaubten die wie immer lautstark anfeuernden Fans noch an eine Wende. Doch dieser Traum war in der zweiten Halbzeit rasch ausgeträumt, da die Gäste den Vorsprung in den zweistelligen Bereich schraubten. "Wir haben in der Abwehr zu viele Lücken lassen und vorn zahlreiche gute Chancen nicht genutzt", ärgerte sich Lucie Hribova. Ihre Hoffnung ist nun, dass ein Sieg im Landespokal der Mannschaft auch frischen Schwung für die anstehenden Liga-Spiele im neuen Jahr verleiht.