Marienberg. In der NOFV-Oberliga Süd haben die Fußballer des FSV Motor Marienberg eine weitere Niederlage kassiert. Anders als im Hinspiel, als die im eigenen Stadion gegen den VfB Krieschow mit 1:8 unter die Räder kamen, hielt der Aufsteiger nun im zweiten Aufeinandertreffen gegen den Tabellenvierten deutlich besser mit. Am Ende hatte zwar erneut der Favorit mit 4:1 die Nase vorn. "Aber das Spiel war viel offener, als das Ergebnis klingt", betont Motor-Trainer Ronny Rother. Trotz guter Phasen wurde sdgbseinem Team aber die Treffsicherheit von Krieschows Torjäger Andy Hebler zum Verhängnis.

 

Ex-Profi beweist Cleverness

Gleich viermal schlug der frühere Drittliga-Angreifer, der einst unter anderem für Energie Cottbus und Holstein Kiel gespielt hatte, gegen Marienberg zu. Zweimal traf er per Foulelfmeter, zweimal per Kopf. Zum ersten Mal wurde er in der 13. Minute mit einer Flanke perfekt bedient, sodass er nur noch einnicken musste. "Danach bekamen wir das Spiel aber besser in den Griff", berichtet Rother, dessen Umstellung fruchtete. Mit zwei statt einem Angreifer konnten die Gäste das Aufbauspiel des VfB besser stören. Bis zur Pause spielte sich das Geschehen daher meist zwischen den Strafräumen ab, doch ein Foul der Marienberger im eigenen Strafraum sorgte für das 2:0.

 

Debütanten wecken Hoffnung

"In der zweiten Halbzeit wollten wir noch mutiger agieren", sagt Rother, dessen Elf die Vorgaben auch gut umgesetzt habe. "Wir waren dem 2:1 näher als der Gegner dem 3:0", schildert der Motor-Coach seine Eindrücke. Und doch durften in der 62. Minute wieder die Hausherren jubeln, weil Hebler nach einer hohen Eingabe erneut zur Stelle war. Ähnliches gelang auf der Gegenseite auch Kevin Werner, der mit seinem siebten Saisontor allerdings nur für den Ehrentreffer der Gäste sorgte (76.). In der Schlussminute bewies Hebler noch einmal Cleverness vom Punkt, was Rother nicht davon abhält, optimistisch auf die kommenden Aufgaben zu blicken. Ausschlaggebend dafür sind auch zwei 20-jährige Zugänge, die in Krieschow ihr Debüt im Motor-Trikot feierten. Angreifer Dmytro Ponomarenko und Innenverteidiger Makar Mikhnenko, die beide bei ukrainischen Erstligisten ausgebildet wurden und seit Anfang Februar in Marienberg mittrainieren, könnten sich nach Einschätzung des Trainers als echte Verstärkung erweisen.