BLICK.de stellt auch in diesem Jahr wieder die Menschen vor, die etwas Besonderes in den vergangenen zwölf Monaten geleistet und erwirkt haben. Rico Anton (CDU) wurde am 3. Juli in der zweiten Runde der Wahlen zum Landrat des Erzgebirgskreises gewählt. Am 1. August trat er das Amt ant.

Ein Jahr voller Krisen

Sein Einstieg erfolgte in schwierigen Zeiten, denn als Landrat war er als Krisenmanager gefragt. Nach 100 Tagen im Amt zog der 45-Jährige im November erste Bilanz. "Ich arbeite gern in meiner neuen Funktion und fühle mich im Amt angekommen", so sein Fazit. Derzeit dominieren vor allem Krisen und deren Auswirkungen den Alltag vieler Menschen und den der Unternehmen, Vereine und Verbände. Gleichwohl der Landkreis hierbei mitunter weniger Akteur, sondern meist auch Betroffener ist, muss die Landkreisverwaltung mit dem Landrat an der Spitze angesichts der größtenteils parallel auftretenden Herausforderungen handeln. Dies galt und gilt zum Beispiel bei der Bewältigung der Energiekrise oder im Hinblick auf die Folgen stetig steigender Flüchtlingszahlen. In diesem Sinne hat der Landkreis seine Katastrophenschutzstrukturen nochmals kritisch hinterfragt und mit Blick auf gegebenenfalls auftretende Szenarien wie etwa einer Gas-Mangellage oder eines Blackouts angepasst. "Neben der Unterstützung von Bürgern, Unternehmen oder Kommunen ist die Landkreisverwaltung auch Betroffener der aktuellen Entwicklungen. So belasten beispielsweise hohe Energiepreise den Kreishaushalt. Ebenso bedarf es für das Anwachsen von Verwaltungsaufgaben etwa in den Bereichen Wohngeld, Asylbewerberleistungen oder Soziale Hilfen zusätzlichen Personals - auch das bedeutet Organisationsaufwand, verursacht Kosten und bindet personelle Ressourcen", so Rico Anton.

Modernisierungen sollen Abhilfe schaffen

Mit der Einführung der E-Rechnung, dem Online-Terminbuchungssystemen in stark frequentierten Bereichen wie zum Beispiel der Kfz-Zulassung oder der Anbindung der Homepage des Landkreises an das sächsische Online-Service-Portal Amt24 wurden bereits wichtige Schritte gegangen. Geplant ist auch die Entwicklung einer Landkreis-App, die den Bürgern bereits ab dem kommenden Jahr als neuer Informations- und Kommunikationskanal sowie als Serviceplattform zur Verfügung stehen soll. ru/pm