Stadtführerin in der Bergstadt Schneeberg ist Silke Riedel seit fünf Jahren und gleichzeitig ist sie im Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg als Heimatforscherin aktiv. Die 62-jährige ist dieses Jahr die Herausforderin bei der Schneeberger Bürgermeisterwette gewesen.

 

Riedel hat Bürgermeister gewinnen lassen

Dort ging es darum, Schneeberger Puppen mit ihren Besitzern zu finden, was keine leichte Aufgabe war. "Wir haben Bürgermeister Ingo Seifert mit zwei zugedrückten Augen die Wette gewinnen lassen. Es waren ja eigentlich nur zwei vollständige Puppen, aber so viele Einzelteile, dass ich mich geschlagen geben musste. Zudem wollte sich die Wette verlieren, weil ich mein Projekt durchziehen möchte", erzählt Riedel, die sich dafür einsetzt, das Schneeberg ein Denkmal zu Ehren von Rosina Schnorr bekommt.

 

Wettschuld mit überlanger Stadtführung eingelöst

Ihre Wettschuld, eine überlange öffentliche Stadtführung, hat Silke Riedel jetzt eingelöst. Zur Stadtführung als Benefizaktion, die auf großes Interesse gestoßen ist, hat sich Silke Riedel als Christiane-Concordia Lochmann, Gattin des königlich sächsischen Briefträgers gezeigt. Aue Bürgermeister Ingo Seifert hat sich der Runde angeschlossen und meint: "Egal, bei wie vielen Stadtführungen ich dabei bin, man erfährt immer wieder etwas Neues."

 

Schneeberger Geschichte fasziniert Riedel noch heute

Für Schneeberger Geschichte hat sich Silke Riedel, wie sie sagt, schon immer interessiert: "Schon als Kind bin ich gern ins Museum gegangen." Die Arbeit im Freundeskreis sei spannend: "Das hat ja auch etwas Kriminalistisches. Man sucht bestimmte Dinge und begibt sich dann auf die Reise. Was man da alles findet, ist faszinierend."