Zschopau. Auf zwei Heimsiege hofft am Wochenende der Volleyballclub Zschopau. Im Fall der Männer, die in der Regionalliga Ost als einzige Mannschaft noch ungeschlagen sind, verwundert das nicht. Sie streben am Sonntag ab 12 Uhr in der Turnhalle des Zschopauer Berufsschulzentrums gegen den GSVE Delitzsch II ihren fünften Saisonsieg an. Gegen den Tabellenfünften aus dem Nordwesten Sachsens geht der VC als klarer Favorit ans Netz. Ganz anders verhält sich das bei den Damen, die am Sonntag ab 16 Uhr an gleicher Stelle gefordert sind.

 

Bann ist gebrochen

In ihrer Regionalliga-Staffel tragen die Motorradstädterinnen die Rote Laterne. Und doch haben sie sich gegen den VSV Jena (3.) viel vorgenommen. Mit Tabellendritten kennen sich die Schmetterlinge aus Zschopau schließlich aus. Vergangene Woche spielten sie beim SV Lok Engelsdorf, der im Tableau ebenfalls diese Position einnahm. Als Siegerinnen gingen aber die VC-Damen vom Netz, die im fünften Anlauf erstmals jubeln durften. "Es war eine geschlossene Teamleistung. Jede Spielerin hat ihren Beitrag geleistet", berichtet Trainer Michael Albert, dem die Freude hinterher deutlich anzumerken war.

 

Team beweist Nervenstärke

"Wir sind auf einer großen Euphoriewelle geschwommen", sagt der Coach über die Partie, in der sein Team von Anfang an hellwach war. Schon beim Einspielen habe Albert gemerkt, "hier geht was". Zwar verspielten die Zschopauerinnen im ersten Satz zunächst eine Führung, doch legten sie mit 27:25 letztlich doch den Grundstein zum Sieg. Zwar kamen sie in den folgenden beiden Durchgängen nur auf 19 beziehungsweise 20 Zähler, aber mit taktischer Disziplin und einigen Umstellungen kämpfte sich die Mannschaft zurück ins Spiel. Nach dem Satzausgleich (25:19) überraschte Albert den Gegner im Tiebreak erst recht mit einer mutigen Aufstellung und bejubelte am Ende mit seinen Siegerinnen ein 15:10. Ob Ähnliches auch gegen Jena gelingt, bleibt abzuwarten. Eins steht jedoch bereits fest. "Ich schaue nicht auf die Tabelle", betont der Coach.