Zschopau. Zwar konnten die Volleyballer des VC Zschopau gegen den SV Reudnitz die erhofften drei Punkte holen, um damit Platz 3 in der Regionalliga Ost zu behaupten. Allerdings hatten sich die Motorradstädter diesen Abend in eigener Halle ganz anders vorgestellt. "Wir müssen ein Spiel auch mal von Anfang an dominieren", hatte im Vorfeld die Ansage von Trainer Rico Fritzsch gelautet, der dann aber lange kopfschüttelnd am Spielfeldrand stand. Auch viele der knapp 200 Zuschauer konnten es kaum glauben, dass die Hausherren im ersten Satz chancenlos waren.

 

In keiner Phase souverän

 

Mit 25:13 schnappte sich der Tabellensechste aus dem Osten von Leipzig Durchgang Nummer 1. "Das war das Gegenteil von dem, was wir uns vorgenommen hatten", kommentierte Fritzsch den Auftritt seiner Mannschaft, die schon mit den Aufschlägen der Gäste große Probleme hatte und zunächst nicht ihr Spiel aufziehen konnte. Erst im zweiten Spielabschnitt wurde es langsam besser, doch auch da hatten die Reudnitzer bis zum 21:18 die Nase vorn. Anders als vorher fruchtete aber diesmal eine Auszeit des VC Zschopau, der mit einem mühsam erkämpften 25:23 doch noch die Wende schaffte.

 

Coach vermisst Selbstvertrauen

 

In den restlichen beiden Sätzen lagen dann meistens die Hausherren knapp vorn, wirklich souverän präsentierten sie sich am heimischen Netz aber auch weiterhin nicht. Immerhin reichte die Leistung, um mit 25:21 und 25:22 die angestrebten Punkte zuhause zu behalten. Doch zufrieden wirkte nach dem letzten Ballwechsel niemand. Weder die Reudnitzer, die eine mögliche Überraschung verpasst hatten. Noch die Zschopauer, die ihren Trainer vor ein Rätsel stellen. "Ich weiß auch nicht, warum uns manchmal einfach das Selbstvertrauen fehlt", sagt der Trainer, der nach dem erfolgten personellen Umbruch nun auf mehr Konstanz hofft. Schließlich will der Drittliga-Absteiger aus dem Erzgebirge am Saisonende auf dem Podest stehen.