Freiberg. An der UNESCO-Projektschule "Gottfried-Pabst-von-Ohain" in Freiberg startete am Montag eine aufregende Woche voller kultureller Begegnungen und spannender Einblicke in die Welt des Bergbaus. Denn 15 Schüler aus dem böhmischen Příbram sind zu Gast und tauchen gemeinsam mit ihren Freiberger Mitschülern in die faszinierende Geschichte der Montanregion ein.

 

Schüler und Lehrer mit großer Vorfreude

Schulleiter Jens Gerngroß zeigt sich begeistert über den bevorstehenden Austausch: "Nicht nur die Schüler, sondern auch wir Lehrer freuen uns auf den Schüleraustausch! Das ist immer ein Highlight in unserem Jahresprogramm. In den letzten Wochen wurde fleißig am Programm geplant." Unterstützt wird das Projekt in diesem Jahr vom Welterbeverein Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, was Jens Gerngroß besonders freut: "Das Welterbe-Thema gibt so viele tolle Anknüpfungspunkte - das macht ein wirklich buntes Programm möglich."

 

Volles Programm für die Teilnehmenden

Die kommende Woche verspricht den Teilnehmern eine Vielzahl von Aktivitäten. Neben dem Empfang bei Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger, dem Besuch des Freiberger Christmarkts und einem Stadtrundgang standen Exkursionen zum Pferdegöpel Lauta sowie eine Führung in Annaberg-Buchholz auf dem Programm. Gemeinsames Basteln am VII. Lichtloch in Halsbrücke und Musizieren rundeten den Austausch ab.

 

"Gemeinsam die Geschichte der Region erleben"

Steve Ittershagen, Geschäftsführer des Welterbevereins Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří erklärt: "Unser Welterbe steht für eine fantastische gemeinsame Geschichte über Grenzen hinweg. Der Schüleraustausch der Schulen aus Freiberg und Příbram ist genau das, was ein modernes und zeitgemäßes Welterbe ausmacht. Junge Leute aus verschiedenen Ländern erleben gemeinsam die Geschichte der Region. So lernen sie aus der Historie und können ihre eigene Gegenwart gestalten. Denn Geschichte ist ein Lehrbuch, aus dem wir nicht nur die Vergangenheit verstehen, sondern vor allem für die Zukunft lernen."

 

Austausch und Verbindung

Die Woche war und ist nicht nur einen interkulturellen Austausch, sondern auch eine lebendige Verbindung zwischen den Schülern, die durch ihre gemeinsame Erfahrung im Bergbau eine tiefere Verbindung schaffen. Der Blick über die Grenzen hinweg wird somit zu einer Bereicherung für alle Beteiligten.