Dresden. Beim Kampf gegen die verheerenden Waldbrände im vorigen Sommer in Sachsen waren mehrere tausend Einsatzkräfte beteiligt.

Besondere Leistung ehren

Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte in der Folge die "Waldbrandmedaille 2022" gestiftet. Sie ist als ein Zeichen der Anerkennung für die besonderen Leistungen der Helferinnen und Helfer gedacht. Bis Jahresende 2022 konnten dafür Anregungen eingereicht werden. Nach Ablauf der Frist liegen nunmehr insgesamt rund 8.200 Vorschläge für die Ehrung mit der Medaille vor - deutlich mehr als zunächst erwartet. Kretschmer sprach von einer wichtigen Gemeinschaftsleistung und betonte: "Tag und Nacht haben haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte bis zur Erschöpfung dafür gearbeitet, die Waldbrände einzudämmen und zu löschen. Sie haben mit Entschlossenheit, Mut und Können noch schlimmere Schäden verhindert. Für diese beeindruckende Leistung gebührt Ihnen allen großer Dank, Anerkennung und Respekt. Die Medaille ist ein Zeichen der Wertschätzung. Ich freue mich sehr über die große Resonanz."

Zahlreiche Vorschläge eingegangen

Über 75 Prozent der Vorgeschlagenen sind Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehren aus Sachsen und anderen Bundesländern. Knapp die Hälfte der Vorschläge wurde dabei von den Landratsämtern der direkt betroffenen Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Nordsachsen und Meißen eingereicht. Weitere Anregungen kamen aus allen anderen Landkreisen in Sachsen, den drei kreisfreien Städten, von Bundes- und Landespolizei, Bundeswehr, THW und den Hilfsorganisationen sowie von obersten Landesbehörden und aus den Nachbarbundesländern.

Bereits im September 2022 hatte die Sächsische Staatskanzlei rund 3.500 Medaillen beschafft. Wegen der großen Resonanz ist nun eine zweite Bestellung ausgelöst worden. Erste Medaillen wurden bereits bei Dankesveranstaltungen im vorigen Jahr durch den Ministerpräsidenten übergeben. Stellvertretend ehrte er 38 Einsatzkräfte. Alle weiteren Medaillen sollen nun folgen. Es ist geplant, dass durch die Sächsische Staatskanzlei bis Ende des ersten Quartals alle Medaillen an die jeweils vorschlagenden Stellen übersandt werden. Die Art und Weise sowie den konkreten Zeitpunkt der Übergabe können diese selbst festlegen. In mehreren Landkreisen werden die Medaillen beispielsweise über die Kreisbrandmeister an die beteiligten Ortsfeuerwehren weitergegeben.

Hintergrund

Die Waldbrände in der Gohrischheide (Landkreis Meißen), in der Gemeinde Arzberg (Landkreis Nordsachsen) sowie im Nationalpark Sächsische Schweiz hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Die "Waldbrandmedaille 2022" kann an alle in- und ausländischen Personen verliehen werden, die dort in den Monaten Juli und August 2022 tätig waren. Voraussetzung für die Verleihung ist ein persönlicher, mindestens ganztägiger Einsatz vor Ort oder in den Katastrophenschutzstäben. Vorschläge konnten unter anderem Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landräte, die zuständigen Stellen von Bundeswehr, Bundespolizei, Hilfsorganisationen sowie dem Technischen Hilfswerk einreichen.