Budapest / HUN. Nach seinem dritten Sieg insgesamt beim diesjährigen SuperEnduro Grand Prix of Germany in Riesa gewann Billy Bolt auch an diesem Wochenende den SuperEnduro-WM-Lauf in Budapest. Wie die Sachsenarena in der Sportstadt an der Elbe, war auch die Papp Laszlo Arena in der ungarischen Metropole bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

Siegeszug fortgesetzt

 

Die Fans vor Ort bzw. jene, die sich nach Krakau im Dezember letzten Jahres sowie Riesa auch den dritten Saisonlauf der SuperEnduro-WM 2022/2023 per Livestream zu Gemüte zogen, sahen dabei die Fortsetzung des Siegeszuges von Billy Bolt. Der 25-jährige Brite gewann nach dem Superpole-Qualifying auch alle drei Heats und somit den zehnten SuperEnduro Grand Prix in Folge (seit Januar 2020). Wie in Riesa, wo Jonny Walker dem aktuellen Krösus der Szene zumindest einen Heat-Sieg abtrotzen konnte, war dessen Landsmann die zweitstärkste Kraft. Dritter wurde der wiedererstarkte US-Amerikaner und wie Bolt dreifache Riesa-Sieger Cody Webb. Der sechsfache SuperEnduro-Weltmeister und Dritte von Riesa Anfang Januar, der Pole Taddy Balzusiak, erlebte diesmal einen Renntag zum vergessen. Der Sachsen-Anhalter Tim Apolle war nach seiner im Training in Riesa zugezogenen Beinverletzung auch in Budapest nicht am Start. Dafür schaffte der wieder einzige Deutsche im Feld, der Franke Mirko Fabera, bei seinem diesjährigen Abenteuer in der Top-Klasse Prestige diesmal deutlich besser und wurde als beachtlicher Gesamtachter hinter den namhaften Extrem-Enduro-Profis quasi "best oft he rest". Nach einer Trainingsverletzung in der Vorwoche musste der Südafrikaner Blake Gutzeit dem sächsische WieczoreckGP-TM Racing Team aus Käbschütztal bei Meißen für Budapest absagen. Teaminhaber Tony Wieczorek fand im Briten Jordan Scott Ersatz, der sich bei seinem allerersten SuperEnduro als Neunter der Tageswertung außerordentlich gut verkaufte.

 

Ähnlichkeiten zu Riesa auch bei den Junioren

 

In der Klasse Junior schaffte es der Norddeutsche Milan Schmüser auch beim dritten Saisonrennen aufs Podest. Wie in Riesa vor vier Wochen entschied der junge Brite Ashton Brightmore de Tageswertung für sich und Milan Schmüser wiederholte seinen dritten Rang. Das nächste Rennen findet am 2. März in Israel (religiös bedingt an einem Donnerstag! und neben nationalen Klassen nur mit der Prestige) statt. Zum Finale geht es dann noch einmal nach Polen, und zwar am 18. März nach Gliwice/Gleiwitz.