Plauen. Der VFC Plauen ist mit zwei Punkten Vorsprung Spitzenreiter. Am Samstag könnte der gefährlichste Verfolger abgeschüttelt werden. Vorausgesetzt, die Vogtländer gewinnen ihr Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC, dann könnte sich der Puffer in der Tabelle vergrößern. Denn der 1. FC Magdeburg II hat zu Hause nur zwei von fünf Heimspielen gewonnen und mit dem SC Freital ein aufstrebendes Team zu Gast. Auf Rechenspiele lässt sich jedoch beim VFC keiner ein. "Wir sind nicht der Topfavorit der Liga, sondern lediglich nach zehn Spieltagen vorne", stellt Cheftrainer Karsten Oswald klar. Der VFC-Coach weiß um die große Gefahr, die jetzt aufkommt.

 

Ludwigsfelde ist der Favoritenkiller

Ludwigsfelde knöpfte den Spitzenmannschaften Bischofswerda und Halberstadt jeweils ein 1:1-Unentschieden ab. Auch gegen den FCM II hatte man bereits den Punktgewinn vor Augen. Erst in der Schlussphase verlor Ludwigsfelde noch mit 1:3. Co-Trainer Patrick Grandner stellt die VFC-Kicker also auch "auf ein Geduldsspiel ein. Denn jeder Gegner, der ins Vogtlandstadion kommt, wird versuchen, uns auf dem falschen Bein zu erwischen." Volker Herold vom VFC-Medienteam hat sogar einen Zwiespalt zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der tatsächlichen Leistung der Plauener Fußballer entdeckt: "Alle sprechen von der Plauener Offensive. Ich finde aber, dass unsere Abwehr in dieser Saison so stark ist wie seit Ewigkeiten nicht."

 

Gut eingekauft: Plauener Neuzugänge haben 23 von 24 Toren erzielt

Stimmt: Für den VFC haben die Neuzugänge Johan Martynets (4 Tore), Max Winter (4), Tim Kießling (4), Luis Werrmann (4), Tommy Kind (4) und Abraham Boateng (3) 23 von 24 Treffern markiert. Das ist ein guter Wert. Noch besser aber ist eindeutig die Bilanz der Plauener Hintermannschaft, die als einziger Oberligist noch im einstelligen Gegentorbereich rangiert. "Wir haben nur acht Gegentreffer kassiert und bereits fünf Pflichtspiele gar nichts zugelassen. Aber im vergangenen Jahr unterlagen wir gleich zweimal mit 0:1 gegen Ludwigsfelde. Kommt alle ins Vogtlandstadion und helft mit, dass wir die Tabellenführung verteidigen", appelliert Abwehrspieler Daniel Heinrich. Der VFC ist seit elf Pflichtspielen ungeschlagen. Den 3:0-Sieg gegen Arnstadt erlebten zuletzt immerhin 574 Zuschauer. Anstoß am Samstag ist 14 Uhr.