Chaos und Farbe: So lautet Bernd Gröbers künstlerisches Motto. Der gebürtige Hallenser, der nach vielen Jahren in Berlin jetzt in Waiblingen (Baden-Württemberg) lebt, zeigt bis 2. März seine vom Kunst- und Kulturförderverein Fraureuth organisierte Ausstellung "Die siebte Dimension" im Zwickauer Hotel "First Inn" am Kornmarkt. Die Werke können täglich unter den erforderlichen Coronaauflagen besichtigt werden. Seine künstlerische Ader entdeckte der gelernte Küchenmeister erst vor zehn Jahren. Seitdem experimentiert der 63-Jährige mit Farben und betreibt eine kreativ-gestalterische Variante der Altstofferfassung, bei der alles vom Verpackungsmaterial über Computer bis zu einer alten Jeans verarbeitet wird. "Alles ergibt sich im Zufall der Materialien", so Gröber.

Gröber erklärt seine sieben Dimensionen

Sein Projekt nennt Gröber "Die siebte Dimension". Die erste Dimension sei sein Keller, der sich seit Sommer dieses Jahren nicht mehr in Berlin, sondern in Waiblingen befindet. Die zweite, die dritte und vierte Dimensionen sind wie immer Länge, Breite und Tiefe der Kunstwerke. Denn fast alle seiner Arbeiten sind dreidimensional. Die fünfte ist das Licht. "Die Sechste ist das, was der Künstler sieht. Die Siebte und die Wichtigste ist die Sicht des Betrachters", so Gröber, der sich mit dem Vollenden des 63. Lebensjahr nun voll seiner Kunst widmen kann.

Hoffen auf Vernissage im nächsten Jahr

Gemäß seinem Lieblingsmotto: "Am Ende ist alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende", hofft Bernd Gröber die wegen Corona verschobene Vernissage im nächsten Jahr nachholen zu können. Dabei möchte er auch sein gerade erschienenes druckfrisches Erstlingswerk "(Alt) Wertpapier - Wie es gehen könnte, wenn wir nur wollten" vorstellen. Interessenten können sich an die Organisatorin der Ausstellung, Renate Lang, telefonisch unter 0375/522392 oder per E-Mail an vorstand@kuk-fv-fraureuth.de wenden.