Fraureuth. Als in der vorigen Woche an einem Abend in Fraureuth, Ruppertsgrün, Gospersgrün und Beiersdorf sowie in Werdau die Feuerwehrsirenen schrillten, herrschte bei Thomas Kern vom Werksmanagement der Spindel- und Lagerungstechnik GmbH (SLF) allgemeine Spannung.

Letzte Übung schon länger her

Schließlich hatte er gemeinsam mit dem Fraureuther Ortswehrleiter Patrick Päsler das Szenario einer Brandkatastrophe in einem Teil des Betriebes erarbeitet. "Die letzte Feuerwehrübung gab es 2015 in der Firma, seitdem hat sich baulich und technisch einiges verändert", begründete Thomas Kern sein Interesse an der Sache.

Brandkatastrophe als Feuerwehrübung

Aus der Schleiferei im neuen Flachbau qualmte es plötzlich, die dortigen Rauchmelder schlugen an und die Beschäftigten der Spätschicht kamen zum Sammelplatz vor dem Verwaltungsgebäude. Kurz darauf trafen nach und nach die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren ein und bezogen rund um den Flachbau Stellung. Mit der Werdauer Drehleiter wurde das Dach nach Glutnestern abgesucht, mittlerweile war auch von mehreren Seiten eine Löschwasserversorgung aufgebaut. Die drei "vermissten" SLF-Mitarbeiter wurden ebenfalls gefunden, geborgen und entsprechend versorgt, sodass die Feuerwehren nach einer Stunde wieder zusammenpacken konnten.

Im Einsatz waren an diesem Abend mehr als 50 Frauen und Männer aus fünf Feuerwehren, die mit zehn Fahrzeugen vor Ort anrückten.