Der FSV Zwickau bleibt in der Fußball-Regionalliga Nordost in der Erfolgsspur. Das Team von Cheftrainer Rico Schmitt bezwang am Samstag zu Hause den FC Rot-Weiß Erfurt vor knapp 7000 Zuschauern mit 5:0 (2:0). "Wir haben uns natürlich weiter entwickelt, doch erreicht ist noch gar nichts", hatte FSV-Cheftrainer Rico Schmitt nach drei Siegen in Folge noch gewarnt. Sein Team gab darauf nun eine klare Antwort und ließ den vierten Streich folgen. Die Westsachsen zeichneten sich unter anderem im Angriff durch eine gnadenlose Effektivität aus.

 

Erfurt hat mehr vom Spiel

Von Beginn an ging es auf dem Rasen munter zur Sache. Die Gäste aus Thüringen übernahmen gleich die Regie, doch Zwickau hatte nach wenigen Minuten eine Chance. Allerdings verfehlte Lucas Will das gegnerische Gehäuse denkbar knapp. In der folgenden Zeit verbuchte Erfurt deutlich mehr Spielanteile, ohne dabei im Strafraum des FSV ständig Angst und Schrecken zu verbreiten. Doch in der 24. Minute wurde es akut. Romario Hajrulla bekam in der Zwickauer Box das Spielgerät in zentraler Position frei stehend serviert, doch der Erfurter brachte die Kugel nicht unter Kontrolle. "Es war eine Vorgabe an meine Mannschaft, Erfurt das Spiel machen zu lassen", kommentierte Schmitt den deutlich höheren Ballbesitz für den Gegner.

 

Zwickau geht in Führung

Das erste Tor machte allerdings Zwickau. Nach einer reichlichen halben Stunde kam der FSV-Torjäger Marc-Philipp Zimmermann zum Kopfball und brachte die Gastgeber mit seinem 11 Saisontreffer 1:0 in Führung, Danach hatte Erfurt wieder mehr Ballkontakte, dennoch knipste Zwickau vor der Pause erneut. Nach einer Konfusion in der Erfurter Abwehr und unter kräftiger Mithilfe des Torwarts drückte Kilian Senkbeil in der Nachspielzeit den Ball zum 2:0 über die Linie. "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, wurden dann aber durch Zwickau eiskalt bestraft", erklärte der Erfurter Cheftrainer Fabian Gerber.

 

Zimmermann erneut mit Köpfchen

Der FSV Zwickau, der in diesem Spiel auf die gesperrten Davy Frick und Theo Martens verzichten musste, erwischte einen optimalen Start in den zweiten Durchgang. Kurz nach Wiederanpfiff war Zimmermann wieder mit den Kopf zur Stelle und besorgte das 3:0. "Wir hatten etwas umgestellt, wollten mit Schwung herauskommen und auf den Anschluss drücken. Doch dann ist das Gegenteil passiert", analysierte Gerber. Zwickau gab sich damit aber nicht zufrieden. Nach einer knappen Stunde drückte Will die Kugel aus Nahdistanz zum 4:0 über die Linie. Der 24-Jährige feierte seinen Treffer mit einem zweifachen Salto, für den sich der gebürtige Lübecker ebenfalls Bestnoten verdiente.

 

Am Dienstag nach Babelsberg

Sehenswert war auch die Aktion von Jahn Hermann in der 68. Minute. Er zog aus der Distanz ab und hämmerte den Ball zum 5:0 in den oberen linken Winkel. Damit war der Drops längst gelutscht. Doppel-Torschütze Zimmermann vergab in der 83. Minute noch eine dicke Möglichkeit. Schon am Dienstag geht es für Zwickau mit dem Gastspiel beim SV Babelsberg (Anpfiff 19 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam) in der Liga weiter. "Wir konnten uns gegen Erfurt für die Hinspielniederlage revanchieren und sind jetzt in einer hervorragenden Position. Doch schon in Babelsberg werden für uns die Trauben noch höher hängen", blickte Schmitt voraus.