München. Fußball-Drittligist FSV Zwickau wartet im neuen Jahr weiter auf den ersten Pluspunkt. Das Team von Cheftrainer Joe Enochs verschlief beim TSV 1860 München die Anfangsphase total und verlor vor 15.000 Zuschauern 1:3 (0:3). Im Stadion an der Grünwalder Straße gab es mehrere rote Linien, die beide Teams ständig überschritten. Denn wegen des dauerhaften Schneefalls waren die erforderlichen Spielfeld - Markierungslinien für die Strafräume mit dieser Farbe markiert. Dem FSV Zwickau gelang es jedoch in diesem Spiel nicht , eine andere wichtige Marke zu überspringen. Denn durch die erneute Niederlage bleiben die Westsachsen weiterhin unter dem wichtigen Strich, der die Abstiegsränge von den restlichen Plätzen der Tabelle trennt. "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Es darf uns nicht passieren, so in ein Spiel zu starten Nach dem 0;2 war es gegen 1860 natürlich sehr schwer, auch wenn es nach dem 1:3 zunächst noch etwas Hoffnung gab", sagte FSV-Spieler Dominic Baumann gegenüber "Magentasport".

Erstes Tor nach 28 Sekunden

Es waren noch nicht einmal 30 Sekunden gespielt, als Zwickau alle Pläne zunächst in die Schublade legen musste. Raphael Holzhauser erfreute sich im Zwickauer Strafraum unbegrenzter Bewegungsfreiheit und wuchtete das Spielgerät aus rund 10 Metern per Kopf unhaltbar für Johannes Brinkies zur Münchener Führung in den Kasten. Doch es sollte noch dicker kommen. In der 6. Minute drückte der Zwickauer Noel Eichinger den Ball ins gegnerische Tor. Doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Während die Zwickauer sich noch darüber ärgerten, schlug es auf der Gegenseite postwendend ein. Die "Sechziger" erhöhten durch Fynn Lakenmacher auf 2:0, wobei Jan Löhmansröben in der Abwehr alles andere als souverän wirkte. Auch anschließend bekamen die Gäste auf dem schmierigen Geläuf keinen Fuß auf den Rasen. Den schätzungsweise 500 mitgereisten sächsischen Fans wurde es im Gästeblock noch kälter, als ihnen bei dem Wetter ohnehin schon war. Nach 12 Minuten war für Löhmannsröben schon Feierabend. Coach Enochs holte ihn vom Platz und brachte dafür Leonhard von Schroetter. Nach 20 Minuten hatten die FSV -Kicker ihre Orientierung offenbar halbwegs gefunden, Eichinger scheiterte an TSV-Keeper Marco Hiller. Anschließend beruhigte sich das Geschehen etwas. In der folgenden Spielzeit wurde das Mittelfeld zum Hauptschauplatz des Drittligaspiels. Doch dann ruckte 1860 kurz an und traf erneut mitten ins Zwickauer Fußballherz. Martin Kobylanski nickte zum 3:0 ein. Ihm wurde es dabei durch die Zwickauer Hintermannschaft aber auch herzlich leicht gemacht.

Dreifachwechsel zur Pause

Zur Pause blieben Eichinger, Johan Gomez und Yannik Möker in der Zwickauer Kabine, dafür mischten ab sofort Yannic Voigt, Mike Könnecke und Dominic Baumann mit. Die Zwickauer Bemühungen waren nun unübersehbar, doch ein Ertrag blieb zunächst aus. Doch in der 56. Minute gab es im Gäste-Block endlich Grund, die Hände zum Himmel zu recken. Denn der zuvor eingewechselte Baumann verkürzte auf 1:3. Danach kochte das Geschehen emotional immer wieder richtig hoch, spielerisch ging es bei den äußeren Bedingungen hingegen ein paar Schubladen darunter zur Sache. Packende Strafraumszene gab es kaum zu notieren. Insgesamt stand München bis zum Abpfiff sicher und ließ keine Chance des FSV mehr zu.