Mülsen. In der Mitte der drei tollen Motorsport-Wochenenden im Juli in der Arena E in Mülsen waren die Kart-Fahrer des Ostdeutschen ADAC Kart Cup (Oakc) inklusive der K-Wagen Classic Trophy (Kct) zu ihren vierten Saisonrennen zu Gast. Wie in der Vorwoche fungierte der AMC Sachsenring mit einigen Verbündeten als Veranstalter. Am kommenden Wochenende geht es in der Arena E erneut mit vier Rädern zur Sache. Dann wird um Punkte zum ADAC Kart Masters gefahren.

 

Thüringer war Sachsens Bester

 

Nach den obligatorischen freien und Zeit-Trainings der insgesamt 164 Kart-Fahrer und -Fahrerinnen eröffneten die Jüngsten im kombinierten Rennen verschiedener "Mini"-Klassen den Renntag. 35 Fahrer beziehungsweise Fahrerinnen standen am Start, von denen Damian Luca Zeller aus Bad Salzungen mit dem Zweit-Wohnsitz Lichtenstein als Sechster des Gesamtfeldes der Beste Westsachse war. Dies war gleichbedeutend mit dem dritten Platz in der Klasse Rotax Mini. Wie er, ist auch Julius Fünfstück aus Naumburg Teil des Kartteams Arena E-Sachsenring. Er wurde unmittelbar vor seinem Teamkollegen Fünfter. Der für den AMC Sachsenring fahrende Dresdner Ruben Opitz wurde im Gesamtfeld 13. und sein Bruder Till 28. In der Klasse CIK Mini landeten sie auf den Plätzen neun und 18. Der ebenfalls unter der Bewerbung des AMC Sachsenring fahrende Diego Schulze aus Weißenfels wurde 25. respektive 17. der CIK's.

Vor dem zweiten Rennen wurde das üppige Feld geteilt. Im Rennen der nun unter sich befindlichen CIK-Minis belegten Ruben Opitz den elften, Diego Schulze den 17. und Till Opitz den 21. Rang. In der Tageswertung landeten sie auf den Plätzen zehn, 20 und 22. Im Rennen der Rotax Mini und Rotax Micro raste Damian Luca Zeller auf den sehr guten zweiten Platz vor Julius Fünfstück. Damit lagen sie am Ende auch in der Tagesgesamtwertung punktgleich auf diesem.

Hohe sächsische Quantität bei den Junioren

 

Am stärksten vertreten waren die Lokalmatadore in der weiteren Kombi-Klasse X30 Junior, Ok Junior und Rotax Junior. Allerdings leider nur zahlenmäßig, denn mit den Plätzen 14, 19, 22, 27 und 28 im Gesamtfeld des ersten Laufes konnten Emil Drelok aus Großschirma, Fabian Lagerein aus Dresden, Toni Erfurt aus Coswig (allesamt vom AMC Sachsenring), Luca Nobis aus Zwönitz vom 1. Auer MSC sowie Jara Fanselow aus Geringswalde nur bedingt Akzente setzen. Lennard Kath aus Plauen, der Neffe des ehemaligen sächsischen Formel-Talents Robert Kath, schied nach einem Unfall aus.

Etwas besser sah es im zweiten Lauf aus, in dem sich Lennard Kath als Gesamt-14. den dritten Platz bei den Ok Junioren sicherte. Fabian Lagerein wurde 20. und Luca Nobis sowie Jara Fanselow kamen als 26. bzw. 27. ins Ziel. Zwar durften sich die beiden zuletzt Genannten über Podestplätze in der Klasse Rotax Junior freuen, doch waren in dieser nur drei Fahrer am Start. Toni Erfurt und Emil Drelok sahen diesmal keine Zielflagge.

 

Starker Colin Sandner

 

Besser sah es in den Rennen der Klasse X30 Senior/OK Senior/Rotax Senior für die Unsrigen aus. Hierbei belegte Colin Sandner aus Lichtenau, der als Führender der klassenübergreifenden Gesamtwertung angereist war, die guten Plätze sechs und fünf. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vor ihm einige starke Fahrer lagen, die den Oakc-Lauf in Mülsen vorrangig zur Vorbereitung auf das höherwertige Rennen zum ADAC Kart Masters in der Folgewoche an gleicher Stelle nutzten. Moritz Schwing aus Zwenkau beziehungsweise vom AMC Sachsenring belegte die ebenfalls beachtlichen Plätze neun und elf. Sein Klub-Kamerad Benno Drelok aus Großschirma, der ältere Bruder von Emil, kam im ersten Lauf nur eine Runde weit und wurde im zweiten wenigstens 18.

 

Pflichtsieg des DKM-Piloten

 

In der Top-Klasse KZ2, in der Schaltkarts zum Einsatz kommen, wurde der Studium-bedingte Wahl-Dresdner Niels Tröger aus Großfriesen seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Der DKM-Champion des Jahres 2021 gewann beide Rennen nach kontrollierten Fahrten an der Spitze. Dominic Einert aus Leubsdorf belegte in beiden Rennen den 16. Platz. Mit dem Berliner Tung Nguyen hatte der AMC Sachsenring in der Klasse KZ2 Gentlemen nur einen Fahrer am Start. Er wurde einmal Zehnter und einmal Elfter.

 

Blick in die Kart-Historie

 

Sächsischer beziehungsweise westsächsischer Hochalarm herrschte in der K-Wagen Classic Trophy, die wie immer Gleichmäßigkeitsläufe austrug. Hier hierbei kamen Felix Stemke aus Hartha und Frank Leuschel aus Schkeuditz (beide AMC Sachsenring) sowie Hans-Jürgen Gräf aus Pöhl, Marco Oelsner, Tobias Weniger (beide aus Arnsdorf) und der Hohenstein-Ernstthaler Andreas Krämer in den Oldtimerklassen bis 50 ccm bis 150 ccm und Hochrad voll auf ihre Kosten. Das gleiche galt für Ralf Stephan aus Oberhermsdorf, Joachim Schmidt aus Leipzig, Enrico Moser aus Fraureuth (alle AMC Sachsenring), Jens Enold aus Lengenfeld, Silvio Walther aus Chemnitz sowie die Zwickauer Ralph Hulzer und Danny Lein. Sie waren mit sogenannten Youngtimern mit oder ohne Getriebe am Start.