Zwickau. Ein polnischer Transporter befuhr die A72 in Richtung Leipzig. Gegen 15.30 Uhr, platzte bei ihm, zirka 100 Meter vor der Ausfahrt Zwickau West, der linke hintere Reifen. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, kam in die Leitplanke und stürzte anschließend. Auf der Beifahrerseite blieb er schließlich, quer über die Autobahn, liegen.

Ersthelfer, Rettungsdienst und die hinzu gerufene Feuerwehr befreiten aus dem Transporter insgesamt 9 Personen, darunter ein Kind. Eine Person musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, eine Person wurde leicht verletzt. Die anderen 7 blieben unverletzt.

Kilometerlanger Stau

Durch die erforderliche Vollsperrung kam es zu einem kilometerlangen Stau. Der Verkehr wurde bei der Abfahrt Reichenbach von der Autobahn abgeleitet. Nachdem die Feuerwehr Lengenfeld das Fahrzeug aufgerichtet hatte, konnte es, gegen 17:00 Uhr durch einen Bergedienst abgeschleppt werden. Anschließend konnte eine Spur der Autobahn wieder freigegeben werden.

Nach ersten Informationen soll der Transporter zusätzlich erheblich überladen gewesen sein. Inwieweit das den Reifenschaden des Fahrzeuges beeinflusst hat muss noch ermittelt werden.

 

Update der Polizei am 19. Dezember

Ein 59-jähriger polnischer Fahrer befuhr mit seinem Mercedes-Kleinbus die Autobahn 72 Richtung Leipzig im rechten Fahrstreifen. Auf Höhe der Anschlussstelle Zwickau-West platzte dem Kleinbus der linke Hinterreifen. Dadurch kam der Bus ins Schleudern und kollidierte auf 50 Metern mit der rechten Schutzplanke. Der Bus drehte sich quer zur Fahrtrichtung und kam auf der Beifahrerseite zum Liegen. Von den neun Insassen wurde ein 60-Jähriger leicht verletzt. Am Fahrzeug und an der Anlage der Autobahn entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von 30.000 Euro. Zur Bergung des Fahrzeuges und der Unfallaufnahme war die Autobahn für rund zwei Stunden vollgesperrt.