Oberlungwitz. Für die historische Ortsmitte, zu der das Gelände rund um die Kirche, das Rogo-Tauscher-Gelände, bis hin zur Grundschule und dem Sportgelände Erlbacher Straße gezählt wird, soll in Oberlungwitz ein langfristiges Konzept her. Denn vor allem für markante Gebäude, die derzeit leer stehen, werden Ideen gesucht. Deshalb hatte sich die Stadtverwaltung um Fördermittel des Programms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" der Bundesregierung beworben und Ende 2022 rund 670.000 Euro bewilligt bekommen.

 

Über Lisa Grießbach

Die werden vor allem in Studien und Planungen fließen, welche die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung zusammen mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG) und weiteren Experten erarbeiten wird. Als Zentrenmanagerin ist mit Lisa Grießbach eine junge Oberlungwitzerin an dem Vorhaben beteiligt, die gute Vorkenntnisse mitbringt. Die 27-Jährige hat in Mittweida Immobilienmanagement studiert. Dabei gab es bereits direkte Bezüge zur aktuellen Aufgabe. Denn im Rahmen ihrer Masterarbeit befasste sie sich detailliert mit der Mittweidaer Bewerbung für das Förderprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren". Das Rogo-Tauscher-Areal in Oberlungwitz kannte sie bereits gut, weil sie eine Forschungsarbeit über das Werk III geschrieben hatte und zudem auch für Reinhardt Lindner, der Eigentümer eines Teils der Flächen und Gebäude ist, arbeitet.

 

Was macht langfristig Sinn?

Schnellschüsse dürfe es bei so einem großen und bedeutsamen Gebiet nicht geben. "Es wird jetzt untersucht, was langfristig Sinn macht", unterstreicht Lisa Grießbach, die dabei nicht nur die großen Firmengebäude, sondern auch das historische Uhlig-Haus im Auge hat. Das 1790 errichtete Fachwerkgebäude gilt als Wiege der Oberlungwitzer Strumpfindustrie und soll perspektivisch öffentlich zugänglich werden.