Zwickau. Es ist ein ganz besonderer Tag, zumindest für einige Schauspieler und den Regisseur Jürgen Pöckel. Es ist die erste richtige Probe mit Kulisse. Sie findet auf der Bühne des frisch sanierten Gewandhaus in Zwickau statt. "Don Giovanni" wird geprobt - ein Stück, welches schon in Plauen gespielt wurde. Hauptdarsteller Sebastian Seitz verkörpert den Don Giovanni.

Testsystem für die Schauspieler und den Staff

Ein emsiges Gespräch zwischen Pöckel und seinem Schauspieler ist zu beobachten. Es geht weder um Licht oder Ton, es geht nur um Standpunkte auf der Bühne, auf der neuen alten Bühne in Zwickau. Fünf Jahre haben sie hier nicht gestanden. Eine Probe in Corona-Zeiten und mit Maske. Aber nur, wenn man sich dicht aneinander austauscht, nicht beim Singen und nicht beim Spielen. Doch warum geht das? Es geht, weil auch das Theater für seine Schauspieler und Mitarbeiter ein Testsystem bereitstellt, damit etwas Sicherheit gewährleistet wird. Anders geht es nicht. Denn ohne Nähe auf der Bühne werden Szenen nicht echt und Gefühle nicht sichtbar.

Euphorie herrscht in den neuen Räumlichkeiten

Das was man einhalten muss, also den Abstand, ist die Herausforderung.  Doch das ist alles kein Problem. Die Proben laufen dank der Euphorie des neuen Hauses hervorragend. Dazwischen gibt es immer wieder Telefonate über den Ablauf, Testung und wer mit wem wann ohne Abstand proben darf. Ein Mammutplan, der nicht immer aufgeht. An diesem Tag aber geht der Plan auf und "Don Giovanni" konnte die erste Frau in seinen Bann ziehen.