Lößnitz. Bei Fernsehfilmen ist es nicht üblich, dass diese vor Live-Publikum gezeigt werden - die Folge 8. des ZDF-Erzgebirgskrimis "Familienband", die am 11. November, 20:15 Uhr erstmalig ausgestrahlt wird, hat in der Putzwolle in Lößnitz gestern eine Vorpremiere erlebt. "Wir sind stolz darauf, dass wir der Ort sind, wo der Preview zum Erzgebirgskrimi stattfindet", sagt der Lößnitzer Bürgermeister Alexander Toll: "Schon im siebenten und jetzt auch im achten Teil sind verschiedene Orte in Lößnitz Schauplätze des Geschehens geworden." In Lößnitz sind einige der Macher mit vor Ort gewesen und haben im Nachgang der Filmvorführung Fragen aus dem Publikum beantwortet.

Inhalt des ZDF-Erzgebirgskrimis Familienband

Auch der achte Teil des ZDF-Erzgebirgskrimis verspricht Spannung. Försterin Saskia Bergelt entdeckt in einem abgelegenen Stollen ein zwei Tage altes, stark unterkühltes Baby. Kurz darauf findet Karina Szabo beim morgendlichen Baden in einem kleinen See die Leiche der jungen Mutter. Die Spuren deuten auf einen gewaltsamen Tod hin. Robert Winkler erfährt, dass Mia seit ein paar Monaten in den jungen Geflüchteten Ado verliebt war. Die Kommissare stoßen bei ihren Ermittlungen auf Idealisten und Ideologen, auf Vorurteile und auf eine zerrüttete Familie.

Was sagen die Macher des Erzgebirgskrimis?

Produzentin Gabriele Jung ist begeistert von der positiven Resonanz: "Es ist toll, dass so viele Leute zum Preview dabei sind. Echtes Publikum in der Anzahl zu haben, ist immer etwas anderes, als allein im Schneideraum und auf dem Sofa den Film zu schauen." Mit den Einschaltquoten der bisherigen ZDF-Erzgebirgskrimis sei man zufrieden. "Wir nehmen das Erzgebirge sehr ernst. Vielleicht ist das ein Teil des Erfolges. Wir geben uns große Mühe bei der Besetzung und beim Dialekt. Unsere Försterin Teresa Weißbach spricht wunderbares Sächsisch und dennoch verstehen auch Nichtsachsen, was sie sagt und das ist wichtig." Ein Pluspunkt sei zudem die wunderbare Landschaft und die vielen Themen aus denen man schöpfen könne. Man habe noch einige spannende Themen in der Schublade, die in den Krimis verarbeitet werden können, macht Gabriele Jung neugierig: "Wir versuchen immer Geschichten zu erzählen, die nur hier erzählt werden können. Das Ganze ist nicht austauschbar und ich denke auch das ist ein Teil des Erfolgsrezeptes. Gerade auch im Erzgebirge bekommen wir immer Unterstützung vor Ort." Die Herausforderung bei Teil 8 sei das Thema an sich gewesen, sagt Regisseur Torsten M. Schmidt: "Wir haben uns entschieden das Ganze als Familiendrama zu erzählen. Ich fand es spannend, dass man innerhalb eines Kriminalstoffes ein Drama erzählt, das nicht weniger spannend ist, als der Fall selbst. " Das Thema Migration sei allgegenwärtig und von daher passe der Film in die Zeit. Man wolle, dass sich die Menschen damit auseinandersetzen: "Es gibt immer zwei Seiten und jeder muss sich ein eigenes Bild machen."


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