Eine Kesselsuppe für das Ehrenamt

Arbeitseinsatz Der Förderverein im Freibad braucht unbedingt Hilfe

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Am 29. April lädt der Förderverein zum Arbeitseinsatz ein. Im Anschluss wartet eine Kesselsuppe. Foto: Karsten Repert

Plauen. Ein Freibad ohne Subvention? Das gibt es nicht. Sagen die Fachleute. Plauen macht das Gegenteil vor. Die 30.000 Euro Zuschuss pro Jahr sind im Vergleich mit den millionenschweren Spaßbadgesellschaften kaum der Rede wert. Im Stadtteil Haselbrunn betreibt ein Förderverein zusammen mit der Stadt das größte Freibad des Vogtlandes. 30.000 Besucher werden dieses Jahr erwartet.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Deshalb lädt der Förderverein Freibad Plauen-Haselbrunn e.V. am 29. April ein zum Arbeitseinsatz. Vereins-Chef Wolfgang Müller informiert: "Wir treffen uns am 29. April um 9.30 Uhr. Wir bitten alle, die mit anpacken vorab um eine kurze Information." Denn im Abschluss an die Instandsetzungsarbeiten können die Teilnehmer des Arbeitseinsatzes mit dem Vorstand des Fördervereins und der Geschäftsführung der Freizeitanlagen GmbH bei einer zünftigen Kesselsuppe die weitere Entwicklung des Freibades Haselbrunn und die im September beginnenden Baumaßnahmen besprechen.

Folgende Arbeiten müssen am 29. April verrichtet werden: Streichen und Instandsetzen von Umkleidekabinen | Anpflanzen von Bäumen und Baumgruppen auf der Waldliegewiese (FKK- Bereich) | Instandsetzung und Inbetriebnahme der Traditionskabine | Herrichten des Volleyball-Anlagenbereiches. Die Versorgung mit Getränken und Speisen wird von der Sanitär-Service Müller GmbH organisiert und gesponsert. Anmeldung telefonisch unter der Rufnummer 03741-522444.

Hintergrund

Ins Wasser fließen jährlich 30.000 Euro Zuschuss für den Badbetrieb. Zugleich wurden ins Freibad Haselbrunn seit dem Jahr 2000 über drei Millionen Euro investiert. Ein Badbesuch kostet trotzdem nur 3 Euro für Erwachsene. Kinder dürfen für 1,50 Euro rein. Und das, obwohl das größte vogtländische Bad (2016 / 28.000 Besucher), mit Zehn-Meter-Sprungturm, Riesenrutsche sowie etlichen Kinderspiel- und Familienangeboten auch gleichzeitig das attraktivste Bad weit und breit geworden ist. Prof. Dr. Bernd Märtner ist der ehrenamtliche Geschäftsführer vom Förderverein Freibad Plauen-Haselbrunn. Er bestätigt: "Wir sind eines der erfolgreichsten Bäder in der Bundesrepublik. Unser Ziel ist es, Verluste zu vermeiden und zugleich den Zugang der gesamten Bevölkerung zu ermöglichen." Denn im Plauener Spaßbad wird alles Stück für Stück weiter modernisiert.

Kabinenpate werden

Der Förderverein ruft jetzt die Vogtländer auf, an der Sanierung der Umkleidekabinen mitzuwirken. Wie das geht? Ganz einfach! Der Vorstand des Vereins sucht wieder Kabinenpaten. Ein solches Projekt lief schon einmal fantastisch. Eine fünfjährige Kabinen-Erstpatenschaft kostet für eine Doppelkabine 1.000 Euro und für eine Einzelkabine 500 Euro. Der Verein hat aktuell 58 Mitglieder, davon neun Firmen und verfügt über finanzielle Mittel von insgesamt rund 15.000 Euro. Er braucht also Hilfe. Allein schafft er die Sanierung nicht. Kontakttelefon 03741-572190.



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