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"Ich bin einfach ein Rudeltier": So tickt die neue Ermittlerin im Watzmann-Krimi

Frauenpower bei den Berchtesgaden-Cops Eine neue Ermittlerin sorgt in der ARD-Krimiserie "Watzmann ermittelt" für ordentlich Frauenpower. In einem Interview verriet die Schauspielerin Katharina Leonore Goebel , wie akribisch sie sich auf die Rolle vorbereitet hat und was sie von der echten Polizeiarbeit hält.

Jede Menge Frauenpower und viel frischen Wind bringt eine ambitionierte Polizeiobermeisterin in die ARD-Krimiserie "Watzmann ermittelt". Sophia Strasser, gespielt von Katharina Leonore Goebel, klärt in den neuen Folgen (ab 21. September, immer mittwochs, 18.50 Uhr) gemeinsam mit ihren Kollegen, Kriminalhauptkommissar Benedikt Beissl (Andreas Giebel) und Jerry Paulsen (Peter Marton), Verbrechen auf. Um die Cop-Rolle authentisch spielen zu können, absolvierte die ehrgeizige Schauspielerin ein Mini-Praktikum bei der Polizei, wie sie jetzt in einem Interview anlässlich des Starts der vierten Staffel verriet. Schließlich sollte der Umgang mit einer Schusswaffe gelernt sein. "Ich war beim Schießtraining relativ treffsicher, das hätte ich nicht gedacht - vielleicht war das aber auch einfach Anfängerglück", gab die sympathische 33-Jährige im Interview zu Protokoll.

Den Alltag echter Polizisten hautnah miterleben zu dürfen, fand Goebel offenbar sehr spannend. Unter anderem sei ihr gezeigt worden, "wie man Verkehrskontrollen macht, wie man jemanden festnimmt und den Polizeigriff anwendet - das muss man tatsächlich ewig üben, bis man das kann!" Bemerkenswert sei für sie auch die Erkenntnis gewesen, "dass man in einer Auseinandersetzung immer nur das nächststärkere Mittel, die nächststärkere Waffe einsetzen darf. Auf Faust reagiert man auch mit Faust, dann erst setzt man Pfefferspray, Schlagstock etc. ein. Erst als absolut letztes Mittel kommt die Schusswaffe zum Einsatz." Nun wisse sie: Man dürfe nie unverhältnismäßig reagieren. "In der akuten Gefahrensituation, unter Adrenalin, die körperlichen Aktionen zu koordinieren und gleichzeitig im Kopf immer klar zu bleiben, ist sehr herausfordernd", erzählt die Watzmann-Darstellerin beeindruckt. Ob sich die Vorbereitungen gelohnt haben, um in der Rolle der "Spürnase mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn" überzeugen zu können? - Die Zuschauer können sich ab sofort ein Bild davon machen.

Schauspielerin und Rolle im Heißhunger vereint

Auf jeden Fall gibt es gewisse Parallelen zwischen Goebel und ihrem fiktiven Charakter. "Wahnsinnig verfressen" sollen beide Frauen sein, gibt sie lachend zu. "Ich rutsche selbst recht schnell in die Unterzuckerung und bekomme dann richtig schlechte Laune", gesteht die gebürtige Rosenheimerin hinsichtlich des Essverhaltens ihrer Rolle. "Mein Freund kann ein Lied davon singen."

Die Dreharbeiten zur neuen Staffel machten der Schauspielerin großen Spaß. Überhaupt scheint sie mit einem sonnigen Gemüt gesegnet: "Wenn ich morgens ans Set komme und allen einen 'Guten Morgen' wünschen kann, macht mich das schon sehr glücklich", erklärt sie und bekennt: "Ich bin ein sehr neugieriger, positver und aufgeschlossener Mensch und liebe es, mit Menschen in Verbindung zu sein. Ich bin einfach ein Rudeltier."

Nur mit den durchaus gewaltigen Bergen im Berchtesgadener Land scheint sie sich noch nicht so richtig angefreundet zu haben. Auch wenn Goebel als Kind "auf so gut wie jeden Berg" rund um den Chiemsee gestiegen ist, bevorzuge sie eigentlich das Meer. "Hier zu leben? Mir persönlich ist das physisch zu eng", erklärt sie, weshalb Berlin zu ihrer Wahlheimat wurde. An der Spree hat sie gemeinsam mit der Regisseurin und Schauspielerin Anastasija Bräuniger das "FLUGWERK" gegründet, eine Werkstattbühne für die darstellenden Künste in Wedding.

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