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Arbeitslosigkeit in Chemnitz steigt im Juli leicht an

Arbeitsmarkt Bedarf an Fachkräften ist trotzdem hoch

Die Arbeitslosigkeit in Chemnitz ist im Juli um 1,5 Prozent gestiegen. Rund 130 Personen sind mehr arbeitslos gemeldet als im Juni. Der Anstieg ist über alle Personengruppen hinweg zu beobachten. Die Arbeitslosenquote erhöht sich damit auf 7,2 Prozent. "Verglichen mit dem Vorjahr ist vor allem der Anteil ausländischer Arbeitsloser angestiegen. Hier liegen wir fast 30 Prozent über dem Niveau von 2021", erklärt Daniel Börner, Bereichsleiter der Arbeitsagentur Chemnitz. Grund dafür sei die Übernahme der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer ins Jobcenter.

 

570 Personen im Juli arbeitslos gemeldet

"Insgesamt meldeten sich im Juli rund 570 Personen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos. Die meisten von ihnen sind auf der Suche nach einem Job im Bürobereich, in der Verkehrs- und Logistikbranche oder im Verkauf. Demgegenüber stehen rund 500 Personen, die eine neue berufliche Tätigkeit aufnahmen."

 

Hoher Bedarf an Arbeitskräften

Der Bedarf an Arbeitskräften in Chemnitz bleibe hoch. Im Bestand der Arbeitsagentur und des Jobcenters seien über 3.000 Stellen in Chemnitz unbesetzt. Dazu Arbeitsminister Martin Dulig: "Die sächsischen Unternehmen trotzen bisher den aktuellen Risiken und haben einen anhaltend hohen Bedarf an Arbeitskräften." Das eröffne auch Chancen für Langzeitarbeitslose. Um den Einstieg in eine Beschäftigung zu schaffen, brauchen allerdings viele von ihnen eine intensive Unterstützung. "Deshalb ist es wichtig, dass der Bund die Jobcenter weiterhin mit ausreichend finanziellen Mitteln für Eingliederungsmaßnahmen ausstattet", so Dulig.

 

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