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Astronaut trifft Kulturhauptstadt-Botschafter

event Am Sonntag startet Matthias Maurer zur ISS - Nussknacker Wilhelm ist schon an Bord

Seit Ende August grüßt die Europäische Kulturhauptstadt vom Weltall aus. Besser gesagt, die Kulturregion rund um Chemnitz. Damals flog der erzgebirgische Nussknacker "Wilhelm" mit dem Transport-Shuttle CRS 23 zur Internationalen Raumstation ISS. Ermöglicht wurde das mithilfe des des Chemnitzer Teams für die Kulturhauptstadt Europas 2025. Am Sonntagmorgen wird auch der ESA-Astronaut Matthias Maurer ins Weltall starten und dort den kleinen Botschafter aus dem Erzgebirge treffen. Die Begegnung wird am Sonntag in Seiffen groß gefeiert. Logisch, denn keine andere Gemeinde des Landkreises steht beispielhafter für traditionelles Handwerk aus dem Erzgebirge.

Live-Übertragung für Frühaufsteher

Die Feier anlässlich des Weltraumtreffens beginnt am Sonntag, 6.40 Uhr in der Seiffner Bergkirche. Pfarrer Michael Harzer wird die Weltraum-Mission "Cosmic Kiss" mit göttlichem Segen begleiten. Anschließend wird, ergänzt durch ein buntes Programm, der Start von Matthias Maurer live übertragen. Die Aktion soll ein Gruß aus der Region in alle Länder der Erde und die weiteren 33 Gemeinden im Erzgebirge und in Mittelsachsen hinausgehen, die sich im Regional-Programm der Kulturhauptstadt Europas 2025 zum sogenannten "Purple Path" verbunden haben. Im Rahmen dieses Kunstprojektes soll ein "europäischer Kunst- und Macher-Wanderpfad" entstehen.

Liebe zum Handwerk über Generationen

Nussknacker Wilhelm stammt aus dem Hause Füchtner, das sich seit Genrationen dem traditionellen erzgebirgischen Handwerk verschrieben hat. Im Jahr 1870 fertigte Wilhelm Friedrich Füchtner den ersten aus einem Stück Holz gedrechselten Nussknacker, wie er heute bekannt ist. Sein Ur-Ur-Ur-Enkel Markus Füchtner führt diese Tradition fort. 2016 entwickelte er den nur 15 Zentimeter großen, nach seinem Vorfahren benannten Nussknacker Wilhelm. Dieser tourt seither mit Freunden Füchtners um die Welt. Bis heute hat der kleine Reise-Nussknacker mehr als 50 Länder auf allen Kontinenten der Erde bereist. Da fehlte ihm nur noch das Weltall...

So kam Wilhelm in den Orbit

Diesen Traum pflegt auch ein anderer Macher am Kunde- und Wanderpfad Purple Path: der an der Hochschulstadt Mittweida ansässige Raumfahrtexperte Tasillo Römisch. Seine Liebe zur Raumfahrt entdeckte der damalige DDR-Bürger bei der Mondlandung amerikanischer Astronauten im Jahr 1969. Heute ist er mit seinem in Mittweida etablierten Raumfahrtmuseum und seiner Firma mit der nationalen und internationalen Raumfahrtszene bestens verknüpft und konnte so den kleinen Reise-Nussknacker Wilhelm mit Matthias Maurer und dessen Expedition "Cosmic Kiss" zusammenbringen.

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