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Messe Chemnitz startet wieder - Verunsicherung bei Veranstaltern

Nachgefragt Herausforderung Messebetrieb

Nach längerer pandemiebedingter Pause findet diese Woche in der Messe Chemnitz wieder eine Veranstaltung statt. Zum zweiten Mal ist die regionale Fachmesse für Industrieautomation all about automation am 22. und 23. September zu Gast. Nach der Premiere vor einem Jahr in Chemnitz, auch damals bereits unter Pandemiebedingungen, ist die Ausstellerzahl auf über 150 Unternehmen angestiegen. Dank der aktuell geltenden Corona-Lockerungen ist die Messedurchführung mit 3G-Zutrittskontrolle möglich. Von einem Regelbetrieb kann dennoch keine Rede sein. Die Verunsicherung vieler Veranstalter lässt sich unter anderem an der komplett abgesagten Die Ärzte-Tour ablesen, die Ende November auch in Chemnitz Halt machen sollte. Der BLICK fragte bei Anja Grams nach. Sie ist Projektreferentin Marketing & PR bei den C3 Veranstaltungszentren Chemnitz.

Zugang nur mit 3G-Regelung

Die Ärzte haben ihre Tour aufgrund des Regel-Chaos in den Bundesländern abgesagt. Auch andere Bands und Musiker mussten wegen der uneinheitlichen Lage ihre Konzerte abermals verschieben oder gänzlich streichen. Doch wie sieht es mit Veranstaltungen aus, die einmalig stattfinden, vor Ort organisiert und durchgeführt werden? Am 17. Oktober startet beispielsweise die Ausbildungs- und Studienmesse "mach was!" in die nächste Runde. Können Infektionsketten bei solchen Veranstaltungen überhaupt vermieden werden? Man könne Bedenken bezüglich größerer Menschenansammlungen verstehen und nachvollziehen, sagt Anja Grams von der C3 GmbH, dem Betreiber der Messe Chemnitz: "Wir werden uns natürlich immer an der zu diesem Zeitpunkt geltenden Allgemeinverfügung halten. Jedoch ist jetzt schon abzusehen, dass der Zugang zu den Messehallen wahrscheinlich nur mit der 3G-Regelung gewährleistet werden kann. In diesem Fall müssen die entsprechenden Nachweise erbracht werden. Da Schüler bereits in den Schulen getestet werden, reicht hier der Schülerausweis als Nachweis. Zusätzlich wird eine Schnelltestmöglichkeit vor Ort geschaffen und auch die Kontaktnachverfolgung ist notwendig. Diese Regelungen gelten dann selbstverständlich auch für das Personal vor Ort", erklärt Anja Grams.

Noch mehr Schutzvorkehrungen

Eine elektronische Besucherzählung und Überwachung soll zudem dafür sorgen, dass nicht mehr als 1.000 Besucher gleichzeitig in der Messehalle sind. Zu den weiteren Schutzmaßnahmen zählen außerdem eine großzügige Hallenplanung mit ausreichend breiten Gängen, getrennte Ein- und Ausgänge sowie ein limitierter Aufenthalt von Personen in den Toilettenräumen. Grams weiter: "Wo kein Mindestabstand gewährleistet werden kann, besteht Maskenpflicht. Die Betreibung der Lüftungsanlagen wird außerdem mit maximal möglichem Frischluftanteil erfolgen." Und wie funktionieren Veranstaltungen mit Zuschauern? "Für die dreitägige Reitsportveranstaltung 'Der Große Preis von Sachsen', die für Anfang November geplant ist, erfolgt die Platzierung mit Abstand. Das heißt, zwischen unbekannten Dritten wird mindestens ein Sitzplatz freigehalten. Die Platzanweiser werden entsprechend darauf achten. Zu diesem Zweck stehen natürlich auch weniger Tickets zum Verkauf zur Verfügung", so Anja Grams.