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Nach zwei Jahren Drama: Neuer Einkaufsmarkt am Uni-Campus

Kommentar Neuer "Nahkauf" eröffnet am 3. November überraschend

Anikas Blick auf den Campus:

Der Campus Reichenhainer Straße hat wieder einen Einkaufsladen und dieser eröffnet schon am morgigen Mittwoch, 3. November. Das kam überraschend, vor allem nachdem der Vermieter der Ladenfläche, das Studentenwerk, die Frage nach einer Neueröffnung lange Zeit offen ließ.  

Inhaber ist Oliver Kettler, der auch schon eine Postfiliale und einen Copyshop auf dem Campus besitzt. Eröffnen wird der "Nahkauf" (Rewe Group) in der Ladenstrecke im Untergeschoss der Mensa auf 250 Quadratmetern Verkaufsfläche. Er wird, wie der Vorgängerladen, sein Angebot auf die Laufkundschaft am Campus, die weitestgehend aus Studierenden besteht, ausrichten. Über 6.000 Artikel wird es in dem kleinen Shop zu kaufen geben. 

Das "Drama" um den Laden

Wer sich an den Sommer 2019 zurück erinnert, der kennt das "Drama" um den Einkaufsladen am Campus, denn zu jener Zeit gab es noch einen kleinen "Campusedeka". Dessen Inhaber wurde  sich mit dem Studentenwerk über einen neuen Vertrag nicht einig und kündigte. (BLICK berichtete) Die Kundschaft war damals empört, da der Laden viel genutzt und sehr beliebt unter den Studis war. Unterschriftenlisten für den Erhalt des Edekas halfen nichts und der Laden schloss Ende September. 

Das Studentenwerk machte danach seine Pläne für einen Umbau der Cafeteria öffentlich. Das bedeutete auch, dass vorgesehen war, dass das Reisebüro (ebenfalls in der Ladenzeile der Mensa) Platz machen musste für die größere Cafeteria und die Ladenfläche des ehemaligen Edekas verkleinert werden musste, damit das Reisebüro noch Platz finden konnte. Vielen Studierenden kam es damals so vor, als habe das "Stuwe", wie das Studentenwerk am Campus genannt wird, gar nicht ein wirkliches Interesse gehabt, sich mit dem Edeka-Inhaber zu einigen, damit der Umbau vollzogen werden konnte. Die Wut der Studis saß tief. Deshalb musste das Studentenwerk handeln, und zwar schnell. 

Die Übergangslösung, die keine war

Als Übergangslösung bot das Stuwe eine neue, größere Ladenfläche in der ersten Etage der Mensa, der ehemaligen "Bar Ausgleich", an, die im Zuge des Mensaumbaus ebenfalls zu den "Gefallenen" zählte. Innerhalb kürzester Zeit, vielleicht sogar ein bisschen überstürzt, schrieb das Studentenwerk die neue Ladenfläche aus, unter der Bedingung, dass der Laden recht schnell öffnen sollte, und der 55-jährige Oliver Kettler bekam damals den Zuschlag. 

Doch die Kritik in der ganzen überladenen Angelegenheit ebbte nicht ab. Das lag vor allem daran, dass sich Kettler aufgrund der kurzen Handlungszeitspanne als Partner "Spar" ins Boot holte, der für nicht besonders geringe Preise bekannt ist. Kettler musste einen Spagat zwischen nachhaltigen Lebensmitteln, einem veganen Angebot, aber auch der schmalen studentischen Brieftasche schaffen - und das in nur rund fünf Wochen. Und zu allem Überfluss kam dann im Winter schon die Pandemie und es waren kaum noch Studis am Campus, denn die Uni schaltete auf den Onlinebetrieb um. Das bedeutete, keine Kundschaft für den Spar. Dieser schloss daraufhin auf unbekannte Zeit, bis die Pandemie überstanden sein sollte. Zumindest gab das das Stuwe damals auf Nachfrage an.

Es geht aufwärts

Doch mit der anhaltenden Negativphase ist jetzt Schluss, hoffentlich. Schon seit Tagen konnten die aufmerksamen Passanten in den verkleinerten Räumlichkeiten des ehemaligen "Campusedekas" Bewegung vernehmen. Die Sanierung wurde abgeschlossen, die Regale gefüllt. Und jetzt ist überraschend bekannt geworden, es wird ein "Nahkauf" eröffnen und das schon diese Woche. Kettler hat sich also von Spar verabschiedet und einen neuen Partner, was die meisten begrüßen dürften. Und dieser Laden wird wahrscheinlich geringere Preise als der "Spar" mit sich bringen und die Produkte verfügen über ein doch recht gutes Image, was Preis-Leistung angeht.

Man kann Oliver Kettler nur wünschen, dass es jetzt endlich aufwärts geht. Der Mann, der in der Vergangenheit meines Erachtens teils zurecht, teils aber auch ungerechtfertigt die meiste Kritik einstecken musste, hat jetzt endlich einen coolen Laden an der dafür vorgesehenen und geschätzten Stelle mit einem guten Angebot bereit. Sein Durchhaltevermögen ist auf jeden Fall beachtlich. Hoffen wir nun, dass die Kunden auch zufrieden sein werden, denn darum geht es ja. Die Studierendenschaft reagiert bisher sehr positiv auf die Nachricht der Neueröffnung. Geöffnet haben wird der "Nahkauf" wochentags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 15 Uhr.