Nasenpflege speziell im Winter

Die Schleimhaut unserer Nase sowie die Nasenhärchen haben eine wichtige Reinigungs- und Schutzfunktion für den Körper.

Sie wirken wie ein Filter, der zum Beispiel Staubpartikel aber auch Viren und Bakterien abfängt. Zudem wärmt die Nase unsere Atemluft schon einmal ein Stück vor, damit die eiskalte Luft nicht bis in die Lunge vordringt. Um diese Funktionen zu unterstützen, ist Nasenpflege speziell in der kalten Jahreszeit äußerst sinnvoll - gerade wenn die Luft draußen trocken ist und die Räume geheizt sind. Wichtig ist dann, die Schleimhaut der Nase feucht zu halten und so für ein gutes "Nasenklima" zu sorgen. Denn ist die erste Barriere gegen Keime erst einmal geschwächt, kann es nicht nur zu einem unangenehmen Jucken und Brennen kommen, sondern auch zu Infektionen. Umso wichtiger ist es, mit einer speziellen Nasenpflege die Abwehrfunktion zu erhalten, damit unsere Nase weiterhin ungehindert die Atemluft reinigen kann.

5 Tipps zur Nasenpflege: So geht's!

Vor allem ältere Menschen und Frauen in den Wechseljahren haben mit trockenen Schleimhäuten zu kämpfen. Doch auch die trockene Heizungsluft in Büro- oder Wohnräumen und mangelndes Lüften sowie eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können die Schleimhäute austrocknen. Eine gute Möglichkeit, die Nase feucht zu halten, sind spezielle Nasensprays zur Pflege der Nase.

1. Nasensprays

Abschwellende Nasensprays sollten nur verwendet werden, wenn die Schleimhäute, zum Beispiel durch eine Erkältung, geschwollen sind. Sie dürfen nur für einen kurzen Zeitraum angewendet werden, da sie langfristig die Schleimhaut austrocken und abhängig machen können. Besser ist es, meersalzhaltige Nasensprays zur Nasenpflege zu verwenden. Genau wie Nasensprays mit dem Wirkstoff Dexpanthenol oder Hyaluronsäure pflegen und schützen sie die Schleimhäute und helfen dabei, Schleim abzutransportieren.

2. Viel trinken und trockene Raumluft vermeiden

Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig für den Körper. Viel zu trinken erhält die Leistungsfähigkeit, verfeinert das Hautbild, verhindert Verstopfung, spült Schadstoffe aus dem Körper und sorgt dafür, dass durch gut durchblutete Schleimhäute Erreger abgewehrt werden. Da die Atmung durch die Nase erfolgt, ist das sozusagen eine der entscheidenden Pforten für Viren und Bakterien. Werden die Schleimhäute in der Nase auch von innen feucht gehalten, dann haben es Schädlingen besonders schwer, einzudringen.

Wichtig ist auch, in den Räumen, in denen gearbeitet und geschlafen wird, für eine gute Luftqualität zu sorgen. Sie können die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen zum Beispiel erhöhen, indem Sie entweder einen Wasserdiffuser verwenden, ein nasses Handtuch auf die Heizung legen oder eine Schüssel mit Wasser auf die Heizkörper stellen.

3. Nasenöle

Um Schädigungen der Nasenschleimhaut vorzubeugen oder ein bereits geschädigtes Naseninneres zu heilen, eignen sich Nasenöle wie zum Beispiel Sesamöl zur Nasenpflege. Sie legen sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhaut und bleiben dort - im Vergleich zu wässrigen Lösungen - auch länger haften. Gerade im Winter kann dieser zusätzliche Schutz sinnvoll sein. Sie erhalten die Präparate sowohl als Fertigprodukt oder als von Apothekern angemischte Rezeptur. Da erdölbasierte Nasenöle im Verdacht stehen Krebs zu verursachen, sollten Sie auf die Zusammensetzung achten und zum Beispiel Paraffine meiden. Denn der kritische Stoff Moah (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons) besteht aus aromatischen Mineralöl-Kohlenwasserstoffen und kommt in Erdöl vor. Es ist daher besser, auf Mittel mit natürlichen Grundstoffen wie Pflanzenöl zurückzugreifen. Sie basieren zum Beispiel auf Jojoba- oder auch auf Sesamöl. Auch die Nasenpflege mit Olivenöl ist einfach durchzuführen: Geben Sie vorsichtig ein bis zwei Tropfen Olivenöl in jedes Nasenloch und massieren Sie das Öl gut ein.

Oft sind fertige Nasenöle angereichert mit ätherischen Ölen wie Minze oder Eukalyptus, die es erleichtern, durchzuatmen. Allerdings können die Öle die Funktion der Nasenhärchen beziehungsweise der Flimmerhärchen einschränken. Werden Fetttröpfchen aus Versehen eingeatmet, dann kann es sogar zu einer Lungenentzündung kommen. Mediziner sprechen hier von einer Lipidpneumonie.

4. Nasendusche

Sind die Nasenschleimhäute bereits trocken, dann können Spülungen mit Salzwasser ausprobiert werden, um die Regeneration zu unterstützen. Für diese spezielle Nasenpflege werden sogenannte Nasenduschen verwendet, die in Drogerien oder Apotheken erhältlich sind. Mithilfe dieser speziellen Nasenpflege werden die Nasenwege von unnötigem Schleim befreit und Verkrustetes wird aufgeweicht und ausgespült. Auch das erschwert es Erregern, sich festzusetzen und beugt Folgeerkrankungen wie einer Nasennebenhöhlenentzündung vor.

Inhalierbad. Bildquelle: coleur via pixabay

5. Inhalieren

Auch wenn keine Erkältung vorliegt: Inhalieren ist immer eine gute Idee. Der warme Wasserdampf befeuchtet und durchblutet die Schleimhäute der Nase. Hier eignen sich selbstgemachte Lösungen mit Salz oder ätherischen Ölen. Am besten erfolgt die spezielle Nasenpflege bevor die Nase trocken oder sogar bereits schon wund ist, um Infektionen zu vermeiden. Und auch, wenn Allergien wie Heuschnupfen bestehen oder die Nase häufig Staub und Abgasen ausgesetzt ist, ist eine vorbeugende Nasenpflege sinnvoll.

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