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Nutztierkoffer vermittelt Wissen zum Schutz seltener Nutztierrassen

Zoo Tierpark Chemnitz beteiligt sich an VdZ-Projekt

Der Tierpark Chemnitz ist Teil des Projekts des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), das die Stärkung des Beitrages von Zoos zum Erhalt bedrohter Nutztierrassen zum Ziel hat. Der Verband der Zoologischen Gärten hat einen Nutztierkoffer entwickelt und ihn insgesamt 50 Zoos und Tierparks, unter anderem auch dem Tierpark Chemnitz, zur Verfügung gestellt.

Zucht der Erzgebirgsziegen

Der Tierpark ist mit der Zucht der Erzgebirgsziege vertreten. Diese Rasse wird seit 2018 im Tierpark gehalten und seit 2020 gibt es regelmäßig Nachwuchs. Erzgebirgsziegen zeichnen sich durch ein sattes braunes Fell mit schwarzem Aalstrich und schwarzen "Stiefeln" aus. Die Tiere gelten als anspruchslos und freundlich im Umgang und werden deshalb im Streichelzoo des Tierparks gehalten. Auch außerhalb des VdZ-Projekts engagiert sich der Tierpark in der Erhaltung bedrohter Nutztierrassen wie dem Sachsenhuhn.

Kinder spielerisch sensibilisieren

Der Nutztierkoffer enthält eine umfangreiche Materialiensammlung, die in Deutschland einmalig ist. Damit können Zoopädagogen interessierten Gästen noch umfassender vermitteln, welche Merkmale und Vorteile einheimische Nutztiere haben und warum sich die Mitglieder des Verbandes dafür einsetzen, dass bedrohte Rassen wie das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind und die Bunte Deutsche Edelziege nicht aussterben.

Das Wissen wird unter anderem mit Memory-Karten, Beispielen für aus Nutztieren hergestellten Konsumprodukten und Informationen zu den ursprünglichen Wildtier-Stammformen unserer heutigen Haustiere vermittelt. Besonders Kinder und Jugendliche können somit spielerisch über die gegenwärtige Bedrohung einheimischer Nutztierrassen aufgeklärt und für den Schutz der Biodiversität und des Klimas sensibilisiert werden.

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