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Spielmacher Gerald Robinson verlässt die Niners

Basketball US-Pointguard zieht Ausstiegsklausel und wechselt zu Sassari

Basketballbundesligist Niners Chemnitz muss den Abgang eines wichtigen Leistungsträgers verkraften. Der 32-jährige Spielmacher Gerald Robinson verlässt Sachsens beste Korbjäger nach nur zehn Pflichtpartien und schließt sich mit sofortiger Wirkung dem italienischen Erstligisten Banco di Sardegna Sassari an. Möglich macht dies eine Ausstiegsoption, welche sich Robinson und sein Management vor Vertragsunterschrift in Chemnitz haben zusichern lassen. Demnach darf der Amerikaner gegen Zahlung einer festen Ablösesumme vorzeitig zu einem anderen Verein wechseln.

Stillschweigen über die Ablösesumme

Über die Höhe jenes sogenannten "Buyouts" haben alle Seiten Stillschweigen vereinbart. Für die Niners kommt Robinsons Abgang zur Unzeit, weil mit Nelson Weidemann bereits der zweite etatmäßige Pointguard verletzungsbedingt langfristig ausfällt. Deshalb läuft die Suche nach adäquatem Ersatz bereits auf Hochtouren und man hofft, alsbald Vollzug vermelden zu können. Nach langen Verhandlungen gelang es Chemnitz im September, Gerald Robinson als neue Besetzung für die vakante Spielmacherposition zu verpflichten. Seinerzeit durchaus ein kleiner Paukenschlag aus NINERS-Sicht, hatte der US-Amerikaner mit Stationen wie ALBA Berlin, AS Monaco oder Virtus Rom doch eine äußerst klangvolle Vita vorzuweisen. Die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllte der Routinier nach kurzer Anlaufzeitdann auch vollends.

Mit Blick in die Zukunft

In zehn Partien stand Robinson nicht nur durchschnittlich 30 Minuten auf dem Feld und erzielte dabei Mittelwerte von 10.9 Punkten, 6.0 Assists, 2.2 Rebounds sowie 1.2 Steals, sondern verhalf den Niners auch zu insgesamt sieben Siegen. Daher hätte man den wieselflinken 1.85-Meter-Mann auch gern weiter im Chemnitzer Jersey gesehen. "Sassari unterbreitete Gerald Robinson nun jedoch ein beträchtliches Angebot, das wir nicht mitgehen können und welches er objektiv betrachtet aber auch nicht ausschlagen kann", gibt Geschäftsführer Steffen Herhold einen Einblick in die Verhandlungen der letzten Tage. Das traumhaft schön auf der Mittelmeerinsel Sardinien gelegene Sassari gehört seit Jahren zu den absoluten italienischen Topteams und nimmt aktuell zum zehnten Mal in Folge an einem europäischen Wettbewerb teil. Doch sowohl in der FIBA Champions League wie auch in der Serie A liegen die Insulaner meilenweit hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück.

Robinson geht zurück zu ehemaligem Coach

So wurde mit Piero Bucchi gerade erst ein neuer Cheftrainer verpflichtet, der bereits in Rom mit Robinson zusammenarbeitete und zum Leidwesen der Niners nun eben ein Auge auf seinen Ex-Schützling warf, um Sassari schnellstmöglich wieder in die Spur zur bringen. "Geralds Abgang stellt uns vor neue Herausforderungen, aber es ist auch Teil des Geschäfts und deshalb konzentrieren wir uns nunmehr auf die Suche nach einem passenden Ersatz", richtet Herhold den Blick bereits nach vorn. Am 5. Dezember um Uhr findet das Match Alba Berlin vs. Niners Chemnitz in der Mercedes Benz Arena Berlin statt.