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Altersarmut kommt mehr zum Tragen

Geburtstage AWO Erzgebirge wird 30, die Schneeberger Tafel 15

Schneeberg. 

Schneeberg. Bei der AWO Erzgebirge stehen zwei Geburtstage ins Haus - die AWO besteht seit 30 Jahren und die Schneeberger Tafel als ein Teil davon seit 15 Jahren. "Pandemiebedingt können wir leider nicht so feiern, wie geplant", sagt AWO-Geschäftsführer Karsten Wilhelm, der 300 Mitarbeiter um sich weiß. In der Begegnungsstätte im Keilbergring in Schneeberg gibt es drei Festangestellte und zwölf Ehrenamtler. Silke Vogel ist die Verantwortliche: "Die Entwicklung ist schwankend - anfangs waren es viele Familien, die wir als Tafelkunden hatten und mittlerweile kristallisiert es sich immer mehr heraus, dass die Anzahl der Senioren zunimmt. Altersarmut kommt immer mehr zum Tragen." In der Woche werden in der Schneeberg Tafel rund 100 Bedarfsgemeinschaften betreut - die Anzahl der Personen schwankt zwischen 250 und 300. Jetzt in der Corona-Krise habe man keinen enormen Zuwachs. Was Ware angeht, sei man gut aufgestellt, sagt Vogel: "Wir arbeiten mit den Supermärkten zusammen und das funktioniert sehr gut. Einmal im Monat haben wir auch jemand Privates, der uns immer Lebensmittel im Wert von 100 bis 200 Euro zur Verfügung stellt." "Um das Ganze dauerhaft auf tragfähige Füße zu stellen, brauchen wir das Ehrenamt", sagt Wilhelm, der genau weiß: "Eine Tafel ist immer ein Zuschussgeschäft. Dort leistet die AWO ihren Beitrag, es gibt Fördermittel und die Unterstützung der Stadt." Ziel sei es, neben Tafel und Kleiderkammer, die Seniorenarbeit auszubauen und auch Dinge, wie den Tafeltag, das Weihnachtszimmer und das kleine Sommerfest weiterhin durchzuführen.



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