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Bei den Senioren zum Spielrapport

Fußball FC Erzgebirge Aue vor dem Spiel gegen Paderborn mit dem Rücken zur Wand

Aue-Bad Schlema. 

Aue-Bad Schlema. Dass der FC Erzgebirge Aue in dieser Saison Geduld benötigt, das war allen klar. Neuer Trainer, kompletter Umbruch im Kader - das muss sich erst einspielen. Doch nach sechs Begegnungen und nur drei Punkten steht der FC Erzgebirge Aue ergebnisseitig mit dem Rücken zur Wand. "Wir müssen weiter hart arbeiten und der Erfolg muss sich einfach einstellen", sagt FCE-Präsident Helge Leonhardt mit Nachdruck. Angefressen sei er gewesen - mehrfach schon in dieser Saison, weil seine Jungs die hochkarätigen Chancen nicht reinmachen. "Es gab generell Auswertungen. Meine Ansage ist, wir sind in der Pflicht", so der Vereinsboss, der genau weiß, dass alle im Umfeld unruhig sind. "Selbst im Seniorenheim werde ich angesprochen und gefragt, was denn los sei", so Leonhardt. Aber nicht nur die alten Herrschaften, sondern auch die Nachbarn spiegeln ihm, wie die Stimmung unter den Fans ist. Doch er will sich nicht verrückt machen lassen, stärkt seinen Jungs den Rücken. "Ich lass jetzt keine Diskussionen zu", gibt er sich kämpferisch. Doch wenn die Ergebnisse nicht kommen, dann wird alles angezweifelt - zumindest von außen. Er selbst zweifelt nicht: "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir jetzt mit allen Neuverpflichtungen einen wettbewerbsfähigen und gesunden Kader haben." Mit gesund spielt der FCE-Boss nicht auf Corona an, sondern auf die Köpfe der Spieler, die sich voll und ganz auf ihre Aufgabe besinnen sollen. "Die Arbeit auf dem Feld müssen sie aber alleine erledigen." Zudem habe man dem Team ein gewisses Zeitfenster eingeräumt. "Dumm ist nur, dass wir in den ersten drei Spielen ohne Stürmer erfolgreicher waren als in den letzten drei Spielen", zeigt sich der Boss verwundert. Deshalb ist die Integration jetzt das A und O. Am Sonntag 13.30 Uhr sind die Veilchen gegen den SC Paderborn gefragt und vielleicht machen sie dann ihre hochkarätigen Chancen einfach rein und versöhnen den Boss.