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Chancen nicht genutzt: FC Erzgebirge Aue verpasst Sieg in Hannover

Fussball Veilchen fahren mit einem 1:1 nach Hause

Aue. 

Aue/Hannover. Der FC Erzgebirge Aue hat sich wieder einmal für eine starke Leistung nicht umfänglich belohnt. Die Sachsen kamen am Samstag bei Hannover 96 nur zu einem 1:1 (1:1), obwohl sie vor allem im zweiten Abschnitt die klar bessere Mannschaft waren. Vor 9 300 Zuschauern, davon rund 250 aus Aue, hatte Sebastian Kerk (4.) die Gastgeber früh in Führung gebracht. Dimitrij Nazarov (45.+1) konnte kurz vor dem Halbzeitpfiff ausgleichen. Der FC Erzgebirge verharrt nach dem fünften Unentschieden der Saison weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Teamchef Hensel und Interims-Cheftrainer Carsten Müller, der letztmalig auf der Auer Bank Platz nahm, mussten vor der Partie umdisponieren. Ben Zolinski meldete sich mit Kniebeschwerden ab, Gaetan Bussmann fehlte wegen Rückenproblemen. Zudem fehlte nach seiner Roten Karte aus dem Ingolstadt-Spiel Clemens Fandrich.

Frühe Führung für die Gastgeber

Das Spiel begann nach dem Geschmack der Hausherren. Bereits nach vier Minuten vollende Kerk von der Strafraumgrenze, nachdem ein Auer Abschlag von der Mittellinie direkt zurückkam und Anthony Barylla beim Versuch zu klären den Ball direkt dem Torschützen auf den Fuß legte. Danach zeigten beide Teams, warum sie erst wenige Tore erzielten. Bis zum Strafraum lief es, doch große Chancen gab es nicht, weil der direkte Weg zum Tor fehlte. Die Auer näherten sich selten dem gegnerischen Kasten an. Aber sie kamen zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt zu ihrem Treffer. Nach einem Einwurf aus der eigenen Hälfte bekam Nazarov den Ball von Omar Sijaric in den Lauf gespielt und markierte aus spitzem Winkel den zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden Ausgleich.

Gäste bestimmen den zweiten Spielabschnitt

Nach dem Wechsel wurden die Gäste aggressiver. Sie störten bereits zeitig in der gegnerischen Hälfte und verleiteten die Hannoveraner zu Fehlern. Struktur hatte das Ganze aber zunächst eher selten. Doch die Auer gewannen immer mehr Sicherheit und wurden zur klar besseren Mannschaft, der nur eines fehlte: Die Abgeklärtheit beim Abschluss.

In der Schlussviertelstunde gab es gleich mehrere zum Teil klare Einschussmöglichkeiten. So vergab der eingewechselte Nikola Trujic (78.) aus aussichtsreicher Position kläglich, Nicolas Kühn traf in der 85. Minute aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. In der 85. Minute hätte John-Patrick Strauß die Auer für ihr engagiertes Spiel belohnen müssen. Der Verteidiger kam nach einer Vorlage halbrechts sieben Meter vor dem halbleeren Tor zum Abschluss, doch er traf den Ball nicht richtig, der dann vorbei ging.